Panorama

Nicht unter Kontrolle Flammen in Florida

Trotz der seit Tagen anhaltenden Einsätze haben Tausende von Feuerwehrleuten die Buschfeuer in den US-Staaten Kalifornien, Minnesota und Florida bislang nicht unter Kontrolle bringen können. Besonders dramatisch blieb am Sonntag die Lage in Florida, wo Flammen aus mehr als 200 Brandherden schlagen. Dagegen versprechen kühlere Temperaturen, dass die Brände auf der beliebten Touristeninsel Santa Catalina Island vor Los Angeles bis Dienstag gelöscht werden können.

Das zurzeit größte Buschfeuer in den USA hat an der Grenze zwischen Florida und Georgia nach Behördenangaben bereits 950 Quadratkilometer Land vernichtet. Die Rauchwolken sind so dick, dass sich der Himmel bereits vor Sonnenuntergang verdunkelt. Die Fläche des Brandes hat sich seit Donnerstag verdoppelt. Die Flammen rücken jetzt auf die 380-Einwohner-Gemeinde Fargo an der Grenze beider Bundesstaaten vor. Für den Norden Floridas galt am Sonntag weiter Smogalarm. Menschen mit Atembeschwerden wurden aufgefordert, weiterhin zu Hause zu bleiben. Die Tageszeitung "Orlando Sentinel" sprach bereits vom größten Feuer seit Menschengedenken in Nordflorida.

Ähnlich dramatisch ist auch die Lage um die Stadt Lake City. Die Rauch- und Nebelschwaden waren am Sonntagmorgen noch so dick, dass zwei wichtige Autobahnen auf einer Länge von jeweils 50 Kilometern komplett geschlossen werden mussten. Bei Sichtweiten von "null Metern" kam es nach Polizeiangaben zu dutzenden Auffahrunfällen. Autofahrer hätten stundenlang im Qualm gestanden, weil sie auf der Straße völlig die Orientierung verloren hätten. Wegen der fehlenden Sicht konnten Einsatzkräfte nicht zu den Brandherden vorrücken.

Der Rauch breitete sich bis ins 500 Kilometer entfernte Tampa an der Westküste Floridas aus. Augenzeugen berichteten dort, es sei so, als ob sie neben einem Grill stehen würden. Selbst im hunderte Kilometer südlich gelegenen Miami werden immer mehr tote Vögel gefunden, die in dem Rauch die Orientierung verlieren und in Häuser stürzen.

Wie in Florida gibt es auch im Bundesstaat Minnesota an der Grenze zu Kanada keine Entwarnung. Hier hat ein Buschfeuer nach Angaben der Behörden bereits 210 Quadratkilometer Land und 134 Häuser zerstört.

Während es in Florida wenig Hoffnung gibt, dass die größten Brandherde schnell eingedämmt werden können, hat sich die Lage auf der Touristeninsel Catalina Island vor Los Angeles etwas entspannt. Dank eines massiven Löscheinsatzes konnten die Flammen von der Stadt Avalon fern gehalten und in das unbewohnte Hinterland zurückgedrängt werden. Bis Dienstag kann das Feuer nach Einschätzung der Feuerwehr vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Das am Donnerstag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochene Feuer hat mehr als 1600 Hektar Land vernichtet. Ein Wohnhaus und mehrere Schuppen wurden zerstört.

Die meisten der 3.200 Bewohner sind nach Angaben der "Los Angeles Times" wieder auf die Insel zurückgekehrt. Urlauber und Tagesausflügler dürfen vorerst nicht mit Fähren auf die Insel übersetzen.

Quelle: ntv.de

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