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Bloß keine Überstunden Flugzeug bricht Landeanflug ab

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Stadzentrum von Mosjöen: Kurz vor dem Ort kehrte die Maschine wieder um.

(Foto: Wikipedia)

Nur wenige Minuten vor dem Aufsetzen bricht ein Flugzeug den Landeanflug ab und kehrt zum über 300 Kilometer entfernten Startflughafen zurück. Ursache dieser sinnlosen Aktion ist eine fehlende Ersatzcrew und das norwegische Arbeitsrecht. Der Crew, deren Arbeitszeit sich dem Ende näherte, waren Überstunden nicht erlaubt.

Kurz vor dem Ziel hat eine norwegische Passagiermaschine wegen drohender Überstunden für die Besatzung ihren Landeanflug abgebrochen und ist zum hunderte Kilometer entfernten Startflughafen zurückgekehrt.

Das Flugzeug der Regionallinie Wideröe mit 40 Passagieren habe sich bereits im Sinkflug auf den Airport des nordnorwegischen Ortes Mosjöen befunden, berichtete die norwegische Zeitung "Rana Blad". Der Pilot habe dann mitgeteilt, ins 350 Kilometer entfernte Trondheim zurückzukehren, weil ein Verstoß gegen Norwegens Arbeitszeitgesetz drohte.

"Kurz darauf hat der Kapitän über die Lautsprecher gesagt, dass es unglaublich sei, aber dass wir umkehren müssen", sagte der Passagier Steinar Henriksen der Zeitung. Die zur skandinavischen Gesellschaft SAS gehörende Fluglinie verwies auf das Arbeitszeitgesetz: "Unglücklicherweise hob das Flugzeug mit einer Crew ab, deren Arbeitszeit sich dem Ende näherte", sagte ein Sprecher der Zeitung. "Wenn das Flugzeug gelandet wäre, hätte es in Mosjöen bleiben müssen, weil wir dort keine Ersatzcrew hatten." Wegen ausfallender Anschlussflüge wären dann insgesamt 200 Passagiere und nicht nur 40 betroffen gewesen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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