Panorama

Havarie auf der Ems Frachtschiff rammt Eisenbahnbrücke

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Die Brücke ist zerstört, der Schaden geht in die Millionen.

(Foto: dpa)

In Ostfriesland kommt es zu einer folgenschweren Kollision: Auf der Ems kracht ein 100 Meter langer Frachter in eine Eisenbahnbrücke und verschiebt das Bauwerk um einige Meter. Seitdem rollt dort kein Zug mehr - und das bleibt auch erst einmal so.

Auf der Ems bei Weener in Ostfriesland hat ein Frachter eine Eisenbahnbrücke gerammt. Ermittler suchen nun nach der Unfallursache. Es könne sein, dass Absprachen zwischen dem Frachterfahrer und den Mitarbeitern an der Eisenbahn-Klappbrücke falsch gelaufen seien, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

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Die Brücke gehört zu den längsten Eisenbahnklappbrücken Deutschlands.

(Foto: dpa)

Der Frachter rammte die Brücke am Donnerstagabend, Brückenteile wurden abgerissen. Laut den Behörden war die Klappbrücke nicht geöffnet. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Bahnstrecke zwischen Leer und Groningen, die über die über 300 Meter lange Eisenbahnbrücke führt, wurde komplett gesperrt. Auch die Ems ist an dem betroffenen Abschnitt für Schiffe zunächst nicht passierbar.

Die Gleise sind völlig zerstört

Wie lange die Brücke gesperrt sein wird, konnte die Wasserschutzpolizei zunächst nicht sagen. Es werde aber sehr lange dauern, bis wieder Züge über die Brücke fahren könnten. "Die Gleise sind völlig zerstört, und die ganze Brücke muss neu gemacht werden", sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei.

Neben den Bahngleisen gibt es auf der Brücke auch einen Fußgänger- und Radweg. Wenn größere Schiffe die Brücke passieren, wird das Mittelteil der Stahlkonstruktion normalerweise hochgeklappt. Nach Polizeiangaben hatte der unter der Flagge von Antigua Barbuda fahrende Frachter gegen 17.30 Uhr Papenburg in Richtung Nordsee verlassen. Das 100 Meter lange Schiff musste nach der Kollision unter Schleppereinsatz zum Papenburger Hafen zurückkehren, wie die Polizei weiter mitteilte. Dort sollen die Ermittlungen weitergehen. Vorläufig darf das Schiff den Hafen nicht verlassen.

Quelle: ntv.de, dsi/bdk/dpa