Panorama

QR-Codes auf Grabsteinen "Friedhof 2.0" wird kreativ

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Das klassische Bild des Friedhofs gehört immer mehr der Vergangenheit an.

(Foto: imago stock&people)

Die neuen Medien machen auch vor den letzten Ruhestätten der Menschen nicht halt. Der Trend geht eindeutig weg vom Einheitsgrab und hin zu individuelleren Bestattungsformen. Auf diese Veränderungen stimmen sich Friedhofsverwalter nun ein.

Friedhofsverwalter müssen sich laut der Geschäftsführerin ihres Dachverbandes, Simone Andruscheck, auf einen kreativen Wandel einstellen. Die Zeiten, in denen Friedhöfe ein Schattendasein am Rande der Wahrnehmung fristeten und allenfalls mit Tod und Trauer in Verbindung gebracht wurden, seien vorbei. Die Menschen setzten sich bewusst damit auseinander, sagte Andruschek.

Vor einer Tagung des Verbandes der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) am kommenden Freitag in Tangermünde (Sachsen-Anhalt) sagte die Geschäftsführerin: "Wir wollen die Friedhofskultur in die Neuzeit überführen." Die Friedhofs- und Trauerkultur wandele sich Stück für Stück und mit ihr auch das Bild der Friedhöfe. "Immer neue Bestattungsformen passen sich den Anforderungen und Wünschen der Menschen an. Alles wird individueller und kreativer, auch die Gestaltung der Friedhöfe", sagte Andruschek.

Die Tagung steht unter dem Motto "Friedhof 2.0". Neue Medien seien tatsächlich ein Thema: "Es gibt ja schon QR-Codes auf Friedhöfen", betonte die Fachfrau. "Noch beschränkt sich die Methode bundesweit eher auf historische Grabanlagen bedeutender Persönlichkeiten, meist ganz im Sinne einer modernen Aufarbeitung von Stadtgeschichte." Bei privaten Gräbern gebe es bereits praktische Handlungsempfehlungen für Friedhofsverwalter. "Die Realisierung ist momentan aber eher die Ausnahme" - unter anderem wegen des Datenschutzes.

Quelle: n-tv.de, lda/dpa