Panorama

Was sonst noch passierte "Frischfleisch" für reifere Damen

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(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Eine "sexuell diskriminierende" Werbeaktion, Elchblut gegen Raser, Fritierfett zur Verteidigung und ein Wildschwein, das in den Baumarkt will: Die Woche hatte allerlei zu bieten.

Mit ihrer Suche nach reiferen Frauen mit Vorliebe für "Frischfleisch" hat die neuseeländische Flugline Air New Zealand für heftige Diskussionen gesorgt. Die Airline schrieb unlängst für Frauen, die auf jüngere Männer stehen, 60 Flugtickets zu einem Rugby-Turnier in Wellington aus. Bewerben konnten sich ältere Frauen, "die ihr Fleisch frisch mögen". Diese sollten sich zu Vierergruppen zusammentun und ihre Fotos bei Air New Zealand einschicken.

Während Air New Zealand von positiven Reaktionen und "unerwartet vielen Zuschriften" sprach, kritisierte eine Organisation zum Kampf gegen Vergewaltigungen die Werbeaktion als rassistisch und Frauen abwertend. "Ich frage mich, warum unsere nationale Airline sexuell diskriminierende Werbung machen muss", sagte Kim McGregor der Zeitung "New Zealand Herald". Ihre Organisation habe auch Beschwerden von Männern bekommen, die von Frauen vergewaltigt worden seien und sich durch die Werbung verhöhnt fühlten.

Kein Zutritt fürs Wildschwein

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

An einer Glasscheibe ist der Besuch eines Wildschweins in einem Mainzer Baumarkt gescheitert. "Die Sau lief mit Anlauf gegen eine Fensterscheibe im Bereich des Eingangs, so dass diese beschädigt wurde", hieß es im Polizeibericht. Danach flüchtete das Tier in Richtung Rhein. Die Polizei entdeckte hinter dem Baumarkt einen verbogenen Zaun und Spuren, die in Richtung eines Kanuvereins führten. Von dem Wildschwein war allerdings nichts zu sehen. Nach Angaben der Polizei war das Wildschwein "recht groß" - die Scheibe sei gerissen. "Der zuständige Jagdpächter wird sich der Sache annehmen", kündigten die Beamten an.

Fritierfett als Waffe

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Imbissbudenbesitzer aus Südfrankreich hat einen Räuber mit heißem Fritierfett in die Flucht geschlagen. Der Mann aus Brignoles in der Provence schüttete dem maskierten und bewaffneten Angreifer das heiße Öl von den Pommes Frites ins Gesicht, als dieser ihn ausrauben wollte, teilte die Polizei mit. Der Angreifer sei ohne Beute mit einem Auto geflohen. Es war zunächst nicht klar, ob beziehungsweise wie schwere Verbrennungen er erlitt; die Polizei gab eine Suchanzeige heraus und verständigte die umliegenden Krankenhäuser.

Maisberatung per SMS

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Kenianische Bauern können sich ab sofort per SMS beraten lassen, welche Maissorten sie wann pflanzen. Wie die Zeitung "Daily Nation" berichtete, können die Landwirte sich außerdem darüber informieren, welches Agrarunternehmen noch geeignete Samen vorrätig hat. "Die Bauern können so die optimalen Maissamen für ihre Region und ihren Boden bekommen", sagte Washington Otieno von der nationalen Agrarbehörde Kephis über das Projekt.

Die Bauern schicken eine SMS-Anfrage mit dem Namen ihres Dorfes oder ihrer Region. In der Antwort erhalten sie Informationen über die für den dortigen Boden und die aktuellen Wetterverhältnisse optimale Saat. Die Regierung forderte alle Maisbauern auf, den neuen Service zu nutzen. Das Landwirtschaftsministerium verspricht sich davon eine deutlich erhöhte Maisproduktion in dem armen ostafrikanischen Land. Mais ist für die meisten Kenianer das Hauptnahrungsmittel - eine schlechte Ernte bedeutet für Millionen Menschen Gefahr durch Hunger.

Elchblut soll abschrecken

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Als Abschreckung für Raser lässt eine norwegische Gemeinde das Blut von bei Autounfällen getöteten Elchen künftig am Straßenrand liegen. Anders als früher werde die Unfallstelle nicht mehr gesäubert, sagte Rolf Ihler, der sich in der Gemeinde Sör-Odal um Wildunfälle kümmert. "Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit hoher Geschwindigkeit durch ein waldreiches Gelände. Was machen Sie, wenn Sie plötzlich einen Blutfleck auf der Straße sehen? Sie nehmen automatisch den Fuß vom Gas!"

In der Provinz Hedmark an der Grenze zu Schweden sind in den vergangenen Wochen nach Behördenangaben mehr als 250 Elche bei Autounfällen getötet worden. Die hohe Zahl zeige, dass die gelben Straßenschilder, die vor Elchen warnen, kaum etwas brächten, sagte Ihler. Früher hätten einige Gemeinden auch Schweineblut entlang der Straßen verteilt, das sei dann aber verboten worden.

Miss Belgien irritiert

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Die frisch gekürte Miss Belgien hat mit einem gewagten Titelfoto viele Landsleute schockiert - jedenfalls im frankophonen Teil des Königreiches. Cilou Annys, die Flämin ist, musste sich inzwischen für den Titel des "P-Magazine" entschuldigen, auf dem sie auf der belgischen Nationalflagge posiert, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Das Land wird seit jeher vom Streit zwischen Flamen und Frankophonen geprägt. Entsprechend beanstandete die französischsprachige Zeitung "La Libre" denn auch, die neue Schönheitskönigin "trampele" auf der Flagge "herum".

Das Komitee der Misswahl erklärte laut Belga nun: "Miss Belgien befindet sich auf der Fahne, um zu zeigen, dass sie auf belgischem Territorium wohnt und dieses unterstützt." Im Interview der Zeitschrift habe Annys zudem klargemacht, dass sie für Belgiens Einheit sei. Irritiert hatte die Frankophonen aber auch, wer auf dem Foto neben Annys stand: Der Politiker Bart De Wever, der für Flanderns Unabhängigkeit eintritt. Mit einer Schere in der Hand schickt er sich an, Miss Belgiens Schärpe durchzuschneiden.

Quelle: ntv.de, Zusammengestellt von Nadin Härtwig

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