Panorama

Limburger Bischof noch immer in Rom Geht Tebartz-van Elst nach Regensburg?

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Die Turmspitzen des Doms St. Peter in Regensburg werden vom Nebel verschleiert.

(Foto: dpa)

Der Vatikan verordnet Bischof Tebartz-van Elst eine Auszeit, stellt den Ort dafür aber frei. In Regensburg wäre er willkommen, heißt es dort. Dessen ehemaliger Erzbischof gilt als Vertrauter und Fürsprecher des Limburgers, der noch immer in Rom sitzt.

Limburgs umstrittener Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll nach Informationen italienischer Medien bei Papst Franziskus um Entschuldigung gebeten haben. Laut der Zeitung "La Repubblica" habe der 53-Jährige bei der Audienz am vergangenen Montag "Fehler eingeräumt". Dabei sei es vor allem um die Verschleierung der gestiegenen Baukosten am Limburger Bischofssitz gegangen.

Bislang war über den Inhalt des 20-minütigen Gesprächs so gut wie nichts bekannt geworden. Der Vatikan hatte das Treffen als "privat" deklariert und beide Seiten vereinbarten darüber Stillschweigen. Aus dem Umfeld des Bischofs hieß es lediglich, er habe sich nach dem Gespräch mit Papst Franziskus "ermutigt" gefühlt.

Tebartz-van Elst soll sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung noch immer in Rom aufhalten. Nach Limburg wird er nach Ansicht mehrerer Glaubensbrüder nicht so bald zurückkehren. Das Bistum wird derzeit von einem Übergangsverwalter geleitet und von einer Prüfkommission untersucht. Vom Bericht der Kommission - der erst in einigen Wochen vorliegen dürfte - hängt es ab, ob Tebartz-van Elst auf seine Burg zurückkehren wird. Bis dahin hat ihm der Heilige Stuhl eine Auszeit gewährt, die er zur Reflexion nutzen solle.

Regensburg bietet sich an

Wo der Limburger Bischof seine Auszeit verbringen wird, ist noch immer nicht bekannt. Zwischenzeitlich war spekuliert worden, er werde ins Ausland gehen. Jetzt zeichnet sich aber eine Lösung ab: Der Zufluchtsort könnte Bayern heißen, genauer Regensburg. Der Sprecher der Diözese sprach das Angebot im "Bayerischen Rundfunk" aus. "Wenn der Bischof seine Auszeit in Regensburg verbringen möchte, sei er herzlich eingeladen, dies zu tun."

Regensburg stand zehn Jahre lang unter dem Vorsitz von Erzbischof Ludwig Müller, ehe dieser vom deutschen Papst Benedikt XVI. im Juli 2012 zum Präfekten der Glaubenskongregation nach Rom berufen und von Franziskus in diesem Amt bestätigt wurde. Müller gilt als Fürsprecher Tebartz' im Vatikan. Er hatte ihn öffentlich in Schutz genommen und alle Vorwürfe als "Teil einer Medienkampagne" infrage gestellt.

Quelle: n-tv.de, ppo