Panorama

In Flüchtlingsheim erstochen Gemeinde trauert um Fünfjährigen

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Bei dem Trauergottesdienst legten viele Kinder Blumen vor dem Altar ab.

(Foto: picture alliance / Timm Schamber)

Erst vor wenigen Tagen erschüttert die Tat Deutschland: In einer Flüchtlingsunterkunft ersticht ein Afghane einen fünfjährigen Jungen. Nun findet in der Oberpfalz ein Gedenkgottesdienst für ihn statt.

Nach dem gewaltsamen Tod eines fünfjährigen Flüchtlingsjungen in Bayern haben Kindergartenkinder ihres Freundes gedacht. In der Kirche St. Martin im oberpfälzischen Arnschwang hielt Pfarrer Joseph Kata einen Trauergottesdienst ab. Die Kinder hatten Blumen dabei und legten sie vor dem Altar ab.

In einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Cham hatte ein Mitbewohner den aus Russland stammenden Fünfjährigen am vergangenen Samstag erstochen. Der 41-jährige Afghane hatte das Kind getötet und dessen Mutter schwer verletzt. Der sechsjährige Bruder erlitt einen Schock.

Motiv für die Tat war wohl, dass sich der Mann durch die Kinder in seiner Ruhe gestört fühlte. Die Polizei erschoss den Mann. Als verurteilter Straftäter hätte der 41-Jährige nach Afghanistan abgeschoben werden sollen. Doch er hatte sich als Konvertit, der vom Islam zum Christentum übergetreten war, rechtlich dagegen gewehrt, so dass 2014 ein Abschiebeverbot ausgesprochen worden war.

Dass der Mann in zwei Urteilen aus den Jahren 2012 und 2014 als gefährlich eingestuft worden war, wusste die Regierung nach eigenen Angaben nicht.

Quelle: n-tv.de, vni/dpa

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