Panorama

Zahlreiche Kältetote im Osten "General Winter" regiert

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Schneestürme und eisige Temperaturen machen das normale Leben in der ganzen Ukraine fast unmöglich.

(Foto: dpa)

Unmengen an Schnee und eisige Temperaturen - der Winter zeigt in Osteuropa seine gnadenlose Seite. Im Freien wird das Überleben immer schwieriger, vor allem Obdachlose haben kaum eine Chance. Die Zahl der Erfrorenen steigt jeden Tag.

Der harte Winter mit viel Schnee und klirrendem Frost hat in der Ukraine bislang mindestens 37 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer seien Obdachlose, teilte das Gesundheitsministerium der Ex-Sowjetrepublik mit. Im Osten des Landes wurden in der Nacht minus 25 Grad Celsius gemessen. Im vergangenen Winter waren bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad nach offiziellen Angaben landesweit mindestens 135 Menschen erfroren.

Durch Schnee und Eis unpassierbar gewordene Straßen und dadurch verursachte Verkehrsstaus führten dazu, dass drei Babys im Auto zur Welt kamen. Am Montag brachte eine Frau in einem im Stau stehenden Krankenwagen in der Region Lwiw Zwillinge zur Welt, wie der Rettungsdienst mitteilte. Einen Tag zuvor hatte eine Frau in einem Auto in der Region Riwne ein Kind bekommen, nachdem der Wagen im Schnee stecken geblieben war. Rettungskräfte brachten beide später wohlbehalten ins Krankenhaus.

Eisige Temperaturen bis zu minus 12 Grad forderten allerdings auch in Litauen zwei weitere Kältetote. Damit erfroren in diesem Winter in dem baltischen EU-Land bislang mindestens fünf Menschen, wie die Agentur BNS meldete. In Lettland starben nach Angaben des medizinischen Notfalldienstes ebenfalls zwei Menschen in der Kälte.

Bei minus 20 Grad erfror auch in der russischen Hauptstadt Moskau ein Mensch, wie die Behörden der Agentur Interfax zufolge mitteilten. "General Winter" hielt weite Teile des Riesenreichs fest im Griff. Im Norden der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka rechneten Meteorologen mit rekordverdächtigen minus 50 Grad. In Sibirien blieben etwa in der Region Tomsk wegen des Frosts viele Schulen geschlossen.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP