Panorama

Ex-Kanzler drängt Ex-Frau Gerhard will von Doris den Schröder zurück

95041936.jpg

Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: 2009 war Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder noch mit seiner Doris verheiratet.

(Foto: picture alliance / Jochen Lübke/)

Ein Jahr nach der Scheidung von seiner vierten Frau will Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, dass diese ihren Doppelnamen aufgibt. Der Schröder gehöre nun Frau Nummer fünf, habe dieser mitgeteilt, erzählt die Geschiedene. Dem Wunsch nachkommen will sie indes nicht.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat seine ehemalige Ehefrau um einen recht ungewöhnlichen Gefallen gebeten, rund ein Jahr nach der Scheidung. Die Politikerin Doris Schröder-Köpf erzählte, dass ihr Ex-Mann sie dazu aufgefordert habe, seinen Namen abzulegen. Das verriet die 55-Jährige der "Zeit". Schröder vertrete die Ansicht, dass nur die aktuelle Ehefrau den Namen tragen solle. Er hatte im vergangenen Jahr Soyeon Kim geheiratet. Sie ist seine fünfte Ehefrau.

In der "Bild-"Zeitung hat der Alt-Kanzler diese Behauptung laut der Zeitung zurückweisen lassen. Dies sei "an Absurdität nicht mehr zu überbieten" und entbehre jeder Grundlage, habe Schröder erklären lassen.

In dem Interview zeigte Doris Schröder-Köpf kein Verständnis für die die Reaktion ihres Ex-Mannes, "zumal bei einem Allerweltsnamen wie Schröder" sei das ein völlig absurdes Ansinnen. Die Politikerin könne sich nicht vorstellen, dass etwa Willy Brandt ähnlich gehandelt habe, als er sich von seiner Frau Rut Brandt hatte scheiden lassen. "Gut, dass Geschiedene selbst entscheiden können, mit welchem Namen sie in das neue Leben nach der Trennung gehen wollen", sagt Schröder-Köpf.

Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf waren 21 Jahre lang verheiratet. Schröder war während der Ehe von 1998 bis 2005 der Bundeskanzler Deutschlands. 2013 begann die politische Karriere von Doris Schröder-Köpf als SPD-Landtagsabgeordnete in Niedersachsen und als Landesbeaufragte für Migration und Teilhabe.

In dem Interview räumte sie ein, sich als Bundeskanzlergattin nicht genug für "die Sache der Frauen" eingesetzt zu haben. Die 55-Jährige setzt sich inzwischen für ein Gesetz ein, das den Frauenanteil in Parlamenten erhöhen soll. "SPD und CDU werden von Frauen geführt, wir haben weibliche Vorsitzende bei Grünen und Linken. Wann, wenn nicht jetzt, können wir ein Paritätsgesetz einführen?“, sagte sie der "Zeit".

Quelle: n-tv.de, joh

Mehr zum Thema