Panorama

Exekution in Indonesien steht bevor Gericht gewährt Schmugglern neue Chance

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Einen Gefangenenaustausch mit Australien hatte die indonesische Regierung abgelehnt.

(Foto: REUTERS)

Die beiden in Indonesien zum Tode verurteilten Australier erhalten überraschend eine neue Chance vor Gericht. Die Beschwerde gegen einen Gerichtsentscheid im vergangenen Monat sei angenommen worden, sagte ihr Anwalt. Andrew Chan und Myuran Sukumaran argumentieren, der indonesische Präsident habe ihr Gnadengesuch nicht richtig geprüft. Ein Gericht in Jakarta werde diese Beschwerde kommenden Donnerstag prüfen, so der Anwalt.

Die beiden sind wegen Rauschgiftschmuggels verurteilt. Sie waren bereits auf die Insel Nusakambangan verlegt worden. Dort vollstreckt Indonesien Todesstrafen durch ein Erschießungskommando.

Die Regierung in Australien hatte in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, die Hinrichtung von Chan und Sukumaran zu verhindern. Zuletzt wurde ein von der australischen Regierung vorgeschlagener Gefangenenaustausch abgelehnt. Das Angebot habe für Indonesien "keine Bedeutung", sagte Generalstaatsanwalt Muhammad Prasetyo. Indonesiens Präsident Joko Widodo ist ein erklärter Befürworter der Todesstrafe für Drogenhändler.

Quelle: n-tv.de, lda/dpa/AFP

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