Panorama

Bei einer der größten Molkereien Gift in chinesischer Milch

Schon wieder erschüttert ein Lebensmittelskandal China. Behörden entdecken diesmal krebserregendes Gift in Milch. Angeblich wird noch alles rechtzeitig vernichtet.

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Erst 2008 starben mehrere Babys durch verseuchte Milch.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die chinesischen Behörden haben krebserregende Giftstoffe in der Milch eines der größten Molkereibetriebe des Landes gefunden. Die Beamten entdeckten in der Milch der Mengniu Dairy Group hohe Werte von Aflatoxin, einem Gift, das von Schimmelpilzen erzeugt wird, wie die Firma mitteilte.

Das Gift wurde demnach in einer Fabrik in der südwestlichen Provinz Sichuan gefunden. Den Angaben zufolge sind die verseuchten Produkte rechtzeitig vernichtet worden und nicht in den Handel gelangt. Der Verzehr von Aflatoxin kann das Krebsrisiko erhöhen.

Lebensmittelskandale sind in China keine Seltenheit. Im Jahr 2008 starben mindestens sechs Babys nach dem Verzehr von Milch, die mit dem chemischen Produkt Melamin verseucht war. Rund 300.000 Kleinkinder wurden zudem krank. Auch bei Produkten wie Speiseöl und Eiern gab es in der Vergangenheit Lebensmittelskandale. Im September nahmen die chinesischen Behörden 32 Menschen fest, die in den Handel mit Speiseöl involviert waren, das aus Überresten hergestellt wurde.

Quelle: n-tv.de, AFP