Panorama

Schlammlawinen und Dauerregen Guatemala ruft Notstand aus

Heftiger Dauerregen löst im mittelamerikanischen Guatemala schwere Erdrutsche aus. Fast 4000 Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden. Annähernd 100 Menschen kommen ums Leben - die Regierung ruft den Notstand aus.

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Helfer versuchen die Insassen eines Busses zu bergen, der vom Schlamm fortgerissen wurde.

(Foto: REUTERS)

Wegen Erdrutschen und Überschwemmungen infolge schwerer Regenfälle hat Guatemalas Staatschef Alvaro Colom den nationalen Notstand ausgerufen. Der Dauerregen der vergangenen Wochen habe Schäden in einer Höhe zwischen 350 Millionen und 500 Millionen Dollar (272 bis 390 Millionen Euro) verursacht, sagte Colom. Rund 100 Menschen starben durch Erdrutsche.

Colom beklagte in der Hauptstadt Guatemala-Stadt, dass nach den Zerstörungen durch den Tropensturm "Agatha" im Mai und den anhaltenden Regenfällen kein Geld mehr zur Katastrophenbekämpfung zur Verfügung stehe. Durch den Sturm "Agatha" waren in Mittelamerika 183 Menschen getötet worden, darunter 165 in Guatemala, tausende wurden obdachlos.

Bus wird fortgerissen

Bei erneuten Erdrutschen kamen annähernd Menschen ums Leben. Ein Bus in der Stadt Chimaltenango im Zentrum des Landes wurde fortgerissen. Dabei starben mindestens zehn Menschen; 20 weitere wurden verletzt. In Quetzaltenango im Westen des Landes starben vier Menschen in einem Haus, das von einem Erdrutsch verschüttet wurde. Zwei Menschen kamen ums Leben, als ein Erdrutsch mehrere Fahrzeuge auf der interamerikanischen Autobahn einen Abhang herunter riss.

Wegen drohender Erdrutsche wurden nach Behördenangaben in verschiedenen Teilen des Landes rund 4000 Menschen in Sicherheit gebracht. Für die kommenden ein bis zwei Tage wurden weitere Regenfälle in weiten Teilen des Landes vorhergesagt.

Quelle: ntv.de, AFP