Panorama

Jünger warten 13 Monate Guru nicht auferstanden

Eine Sekte in Malaysia hat ihren gestorbenen Guru in Plastik gewickelt und 13 Monate auf seine Auferstehung gewartet. Die Polizei fand die stark verweste Leiche, nachdem Nachbarn über Ruhestörung geklagt hatten, berichtete die Zeitung "Sunday Star".

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Der Gipfel des Mount Kinabalu auf Borneo im Morgendunst.

(Foto: picture-alliance / DPS)

Der Sektenführer mit dem Namen "Ching Chi Vui@Ivan" war im August vergangenen Jahres mit 37 Jahren gestorben. Unter welchen Umständen, blieb zunächst unklar. Er hatte Anhängern aufgetragen, ihn nicht zu begraben, weil er ins Leben zurückkehren werde. Sie versammelten sich jeden Abend in seinem Haus in der Provinz Sabah auf der Insel Borneo, beteten und sangen für seine Auferstehung.

Nach neuen Beschwerden der Nachbarn rückte die Polizei am Freitagabend an und fand die Leiche. Drei Frauen wurden festgenommen. Die Behörden ordneten zur Klärung der Todesursache eine Autopsie an.

Quelle: ntv.de, dpa