Panorama

Ungewöhnlich harter Winter in Alaska Häuser versinken im Schnee

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(Foto: Reuters)

Selbst die an Kälte gewöhnten Einwohner in Alaska verzweifeln in diesem Jahr an ungewöhnlich heftigem Winterwetter. Teile des nördlichsten US-Staates sind völlig in Schnee versunken, andere wegen vereister Seewege nahezu vom Rest der Welt abgeschnitten.

Die Stadt Cordova am südöstlichen Zipfel Alaskas - nahe der kanadischen Grenze - ist völlig eingeschneit. Zwei Stockwerke hohe Häuser seien in dem weißen Niederschlag verschwunden, der sich teilweise mehr als zehn Meter aufgetürmt habe, schrieb die Lokalzeitung "Cordova Times" unter dem Titel "Snowpocalypse".

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Die Anwohner müssen ihre Häuser freischaufeln.

(Foto: REUTERS)

Es habe 24 Tage am Stück geschneit, der übliche Jahresdurchschnitt an Schneefall sei bereits um das Doppelte übertroffen, berichtete der TV-Sender ABC. Die Schulen hätten nach den Weihnachtsferien noch nicht öffnen können, der Straßenverkehr sei zum Erliegen gekommen und Schneeschaufeln seien komplett ausverkauft.

Rund 1000 Kilometer weiter nordwestlich in Alaska wartete die Kleinstadt Nome auch am Samstag sehnsüchtig auf die Ankunft eines Tankschiffes aus Russland mit Benzin und Diesel an Bord. Den rund 3600 Einwohnern drohen in einigen Wochen die Energievorräte zum auszugehen, weil eine Lieferung vor dem Winter ausgefallen war.

Der rund 110 Meter lange Tanker kämpfe sich seit rund einem Monat durch die extrem vereiste Beringstraße, um den Nachschub liefern zu können, berichtete die "New York Times". Die letzen Kilometer vor der Küste könne er nur noch im Schneckentempo zurücklegen. Die Stadt ist nur über den See- oder Luftweg, nicht aber über Straßen oder per Eisenbahn zu erreichen.

Quelle: ntv.de, dpa

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