Panorama
Dienstag, 05. Oktober 2010

Respekt vor philippinischer Hymne: Haftstrafe für falsches Singen

Die Nationalhymne der Philippiner soll künftig im Tempo eines Marsches gesungen werden. Das beschließt das Parlament und gibt den genauen Takt vor. Wer bei den Tönen daneben haut, muss mit einer Strafe rechnen.

Polizeichef Bacalzo kann darauf bauen, dass niemand falsch sinkt.
Polizeichef Bacalzo kann darauf bauen, dass niemand falsch sinkt.(Foto: picture alliance / dpa)

Wer die Nationalhymne nicht vernünftig singt, muss auf den Philippinen künftig mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Das Repräsentantenhaus hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet und damit die sangesstarken Philippiner verblüfft. "Lupang Hinirang (auserkorenes Land) sollte im Tempo eines Marsches gesungen werden", befahlen die Parlamentarier und gaben den genauen Takt vor.

Wer bei den Tönen daneben haut oder nicht mit genügend Inbrunst singt, muss auch mit einer Strafe rechnen. 100.000 Pesos - rund 1 700 Euro - Geldstrafe oder zwei Jahre Gefängnis.

Der Hotelangestellte Mario Damontes hatte kein Problem damit: "Das ist in Ordnung, ich finde auch, das wir Respekt zeigen müssen, wenn wir die Hymne singen." Die Gesetzesvorlage muss noch durch die zweite Parlamentskammer, den Senat.

Quelle: n-tv.de