Panorama

An Seil über Straße geschleift Hamelner Gewaltopfer wacht aus Koma auf

36d710c16d2a862f400c11d97a07c6c8.jpg

Angehörige und Freunde des Opfers protestierten bei einer Mahnwache gegen Gewalt gegen Frauen.

(Foto: dpa)

Nach der Gewalttat von Hameln schwebt das Opfer in Lebensgefahr und muss ins künstliche Koma versetzt werden. Nun ist die 28-Jährige wieder bei Bewusstsein. Möglicherweise erfährt die Polizei damit das genaue Motiv des Täters.

Der Zustand der Frau, die in Hameln an ein Auto gebunden und mitgeschleift wurde, hat sich leicht gebessert. "Die Ärzte haben die Frau aus dem künstlichen Koma zurückgeholt", sagte ein Polizeisprecher in Hameln. Die 28-Jährige reagiere auf Ansprache, könne sich aber nicht äußern.

Der frühere Lebensgefährte der Frau steht im Verdacht, sie am Sonntag vergangener Woche im Streit um den gemeinsamen Sohn zunächst mit Messerstichen verletzt zu haben. Dann soll er sie mit einem Seil ans Auto gebunden und 250 Meter weit über die Straße geschleift haben. Die Frau war dabei so schwer verletzt worden, dass sie in Lebensgefahr schwebte. Sie war daraufhin ins künstliche Koma versetzt worden.

Das zweijährige Kind saß während der Fahrt im Auto. Der Mann befindet sich wegen des Verdachts auf versuchten Mord in Untersuchungshaft. Er schweigt bisher zu Hintergrund und Motiv.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa