Panorama

Rund 300 Mitarbeiter positiv Heftiger Corona-Ausbruch in Schlachthof

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In einem Schlachtbetrieb in Baden-Württemberg wurden mehrere Hundert Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.

(Foto: imago/Westend61)

In einem Schlachtbetrieb in Baden-Württemberg kommt es zu einem Coronavirus-Ausbruch. Das örtliche Gesundheitsamt spricht von einem "großen Geschehen". Die rumänische Regierung liefert Zahlen: Rund 200 Landsleute seien positiv auf das Virus getestet worden, dazu etwa 100 weitere Angestellte des Betriebs.

Mehr als 200 rumänische Arbeiter eines Schlachthofs im baden-württembergischen Birkenfeld haben sich nach Angaben der Regierung in Bukarest mit dem Coronavirus infiziert. Bei ihnen handle es sich nicht um Saisonarbeiter, sondern um Beschäftigte von Subunternehmen des deutschen Fleischbetriebs, teilte das Außenministerium mit. Insgesamt seien in dem Schlachthof 500 Rumänen beschäftigt.

Neben den Rumänen seien noch rund 100 weitere dortige Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Ministerium ferner unter Berufung auf Angaben deutscher Behörden mit. Alle Infizierten befänden sich in Quarantäne. Nach Angaben der lokalen Behörden befinden sich etwa fünf Infizierte in stationärer Behandlung, einer werde beatmet.

Einen ersten Verdacht auf einen Corona-Ausbruch in dem Betrieb hatte es laut einem Bericht des "Schwarzwälder Boten" am 7. April gegeben. Ein in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnender Mitarbeiter der Fleischfirma Müller habe damals die Polizei kontaktiert, weil es ihm so schlecht gegangen sei. Der Mann kam demnach ins Krankenhaus, zwei Tage danach lag das positive Testergebnis vor. Zehn seiner Mitbewohner seien dann ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden.

"Da ist es dann klar gewesen, dass es sich um ein großes Geschehen handelt", wurde die Leiterin des örtlichen Gesundheitsamts, Brigitte Joggerst, von dem Blatt zitiert. Anschließend fanden umfassende Tests unter den laut "Schwarzwälder Boten" insgesamt 1100 Mitarbeitern statt. Der Betrieb läuft allerdings weiter.

Quelle: ntv.de, ter/AFP

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