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Polizei sucht Passat-Fahrer Heiße Spur im Fall Mirco

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Beispielfoto des gesuchten Models. Eine Farbe wurde zunächst nicht genannt.

(Foto: dpa)

Die Ermittler im Fall Mirco sind sich sicher, dass der Täter mit einem Passat-Kombi unterwegs war. Derzeit besuchen die Beamten alle 2500 Halter des besagten Fahrzeugtyps in der Region rund um Grefrath. Ermittlungsleiter Thiel: "Egal was der Täter bis heute unternommen hat - kennen wir diesen Passat, klären wir das Schicksal des Jungen."

Bei der Suche nach dem seit fast zwei Monaten vermissten Mirco aus Grefrath hat die Polizei den Fahrzeug-Typ des mutmaßlichen Täters identifiziert und hofft dadurch auf einen entscheidenden Durchbruch. "Ich habe immer gesagt, wir brauchen Zeit und Geduld. Die Schlinge zieht sich allmählich zu", erklärte der Leiter der Sonderkommission Mirco, Ingo Thiel, in Mönchengladbach. Die Ermittler seien überzeugt, dass es sich um einen VW-Passat-Kombi mit nebeneinander liegenden Rückleuchten handele und würden ab sofort systematisch sämtliche rund 2500 Halter des entsprechenden Autos in der Region aufsuchen, darunter auch die von Firmen-, Dienst- oder Leihwagen.

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Seit 2 Monaten sucht die Polizei nach dem Elfjährigen.

(Foto: dpa)

Mirco war Anfang September auf dem Nachhauseweg vom Spielen auf einer Skateranlage in seinem nordrhein-westfälischen Wohnort verschwunden. Von dem Jungen, der zu dem Zeitpunkt zehn Jahre alt war, inzwischen aber Geburtstag hatte, fehlt jede Spur. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Bei der Suche nach ihm waren seine Kleidungsstücke und sein Fahrrad gefunden worden.

Es könnte jeder sein

Die Polizei sieht in der Identifizierung des Auto-Modells des mutmaßlichen Täters nach eigenen Angaben einen "entscheidenden Schritt". Die Rekonstruktion der Fahrzeugbewegungen und deren Verknüpfung mit anderen Spuren werde die Täterermittlung voranbringen. "Egal was der Täter bis heute unternommen hat - kennen wir diesen VW Passat, klären wir das Schicksal des Jungen", erklärte Thiel.

Er rief die Menschen in der Region auf, Hinweise auf entsprechende Autos zu geben. Dabei sollten sie aber auf keinen Fall selbst bewerten, wen sie für verdächtig hielten und wen nicht, bat der Chefermittler. "Es steht dem Täter nicht ins Gesicht geschrieben", betonte er. Er könne weiterhin unauffällig als lediger Mann oder gar als Familienvater unter ihnen leben.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP