Panorama

Startschuss für den Weihnachtswunschzettel Himmelpfort öffnet seine Postfiliale

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Wer dem Weihnachtsmann schreiben will, kann seinen Wunschzettel an diese Adresse schicken.

(Foto: dpa)

Der kleine Ort Himmelpfort in Brandenburg steht zur Weihnachtszeit Kopf. Hunderttausende Briefe aus aller Welt erreichen jährlich das kleine Postamt des Weihnachtsmannes. Die Helfer beantworten alle Briefe und begrüßen jeden Besucher. Himmelpfort macht mächtig Profit mit seiner Weihnachtspostfiliale.

Es sind noch sieben Wochen bis Weihnachten. Die Supermärkte sind bereits seit Wochen mit Lebkuchen und anderen Weihnachtsleckereien überfüllt. Kaufhäuser locken ihre Kunden mit günstigen Weihnachtsangeboten. Doch was wäre Weihnachten ohne Himmelpfort? Das kleine Postamt in Brandenburg schließt seine Türen auf und dekoriert das gesamte Gelände für die kommenden zwei Monate. Möbelpacker bringen einen riesigen alten Schreibtisch. Der Weihnachtsmann kann in die Postfiliale einziehen.

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Kinder können den Weihnachtsmann in Himmelpfort auch direkt besuchen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bis zum 24. Dezember landen dann säckeweise Wunschzettel in dem Örtchen - etwa 292.000 Briefe waren es 2012. Der Weihnachtsmann wird sie alle beantworten. Für den Naherholungsort mit seinen rund 450 Einwohnern beginnt mit der Eröffnung von Deutschlands größter Weihnachtspostfiliale eine zweite Saison.

"Für uns ist das Lohn und Brot", sagt Ingo Tausendfreund. Der gelernte Bautechniker steht in der Wohnstube des Weihnachtsmanns und tapeziert die Wände. Im Sommer ist der Familienvater für den Reiseveranstalter Nordlicht im Einsatz und vermietet Kanus am Stolpsee. Rund um die Adventszeit setzt ihn sein Chef als "Handwerker des Weihnachtsmanns" ein - und ermöglicht ihm so Einkünfte außerhalb der Saison.

Zwanzig helfende Hände

"Eigentlich sind wir ein Ort für Sommertouristen. Damit wird das Geld verdient", meint Ortsvorsteher Lothar Kliesch. "Den Bekanntheitsgrad hat unser Ort aber seinem Namen und der Weihnachtspostfiliale zu verdanken", räumt Kliesch ein. "Egal wo: man trifft immer einen, der schon einen Wunschzettel geschrieben hat."

Für 19 "Engel" und einen "Wichtel" ist die Deutsche Post in den kommenden Wochen der Arbeitgeber. Weil der Weihnachtsmann die vielen liebevoll gestalteten Wunschzettel aus aller Welt nicht allein beantworten kann, stellt ihm das Unternehmen fleißige Helfer zur Seite. Sieben Tage in der Woche, maximal zehn Stunden täglich und nach Tarif gezahlt, berichtet Sprecherin Sylvia Blesing.

Die Post hat in ganz Deutschland himmlische Filialen - beispielsweise in Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen), Himmelstadt (Bayern) oder Nikolausdorf (Niedersachsen). In Ostdeutschland ist Himmelpfort jedoch der einzige Standort - und nirgendwo anders sind so viele Helfer hauptamtlich an der Seite des Weihnachtsmannes.

Profit dank des Ortsnamens

"Unser Name weckt Erwartungen", berichtet Matthias Paul. Der gelernte Konditor, Kaufmann und Pädagoge ist seit 2010 Pächter des früheren "Hauses des Gastes" in Himmelpfort. "Die Menschen kommen mit leuchtenden Augen hierher - und erwarten etwas Weihnachtliches", erzählt Paul.

"Wir sind inzwischen für fast acht Wochen ein Weihnachtsort", meint der Himmelpforter Ortsvorsteher. Davon könne die gesamte Region profitieren. 15.000 bis 20.000 Gäste kämen an den Adventswochenenden nach Himmelpfort, wenn es ein Programm mit Weihnachtsmärkten gibt.

Erstmals schrieben übrigens 1984 zwei Kinder aus Berlin und Sachsen an den Weihnachtsmann in Himmelpfort. Da die damalige Postmitarbeiterin keinen Empfänger fand, antwortete sie selbst. Heute ist sie als "Oberengel" Conni unterwegs.

Die Postfiliale des Weihnachtsmannes ist ab 7. November geöffnet. Wunschzettel können an die folgende Adresse geschickt werden:

An den Weihnachtsmann
Weihnachtspostfiliale
16798 Himmelpfort

Quelle: ntv.de, lsc/Marion van der Kraats, dpa

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