Panorama

Was sonst noch passierte Hobbyhandwerker mauert sich ein

Handwerken macht doch Spaß. Aber dumm, wenn man sich vor lauter Arbeitseifer in seinem eigenen Keller einmauert und es einmal nicht merkt. Einem Rentner aus Thüringen passiert genau das. Doch nicht, dass er die Tür wieder aufmeißelt. Ein Durchbruch in der Brandmauer zum Nachbarhaus tut es auch.

Mit großem Arbeitseifer hat sich ein Hobbyhandwerker aus Thüringen in seinem Keller versehentlich selbst eingemauert. Wie die Polizei in Stadtroda mitteilte, verschloss der Renter in der vergangenen Woche in seinem Haus in Gumperda den einzigen Zugang zum Keller mit Ziegeln und Mörtel - allerdings nicht von außen, sondern von innen. Erst als er fertig war, bemerkte der 64-Jährige das Dilemma.

Über das gesamte Wochenende saß der Eingemauerte nach eigenen Angaben in seinem selbstverschuldeten Verließ. Immerhin hatte er Verpflegung dabei. Schließlich befreite er sich laut Polizei mit einem Bohrhammer. Den Durchbruch machte der Heimwerker aber nicht etwa in seiner frischgemauerten Wand, sondern in der Brandmauer zum Nachbarhaus, weswegen die Polizei gegen den Pechvogel nun auch noch wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Hereinspaziert

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Alkoholisiert auf einen Tower zu klettern, ist ein Kunststück (im Bild: Flughafen in Warschau).

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit einer Kletterpartie über 50 Meter hat sich ein betrunkener Norweger Zutritt zum Kontrollturm des Flugplatzes von Stavanger verschafft. Wie der Rundfunksender NRK aus der Küstenstadt berichtete, wurden zwei Fluglotsen bei ihrem Wochenenddienst überrascht, als ein Mann in luftiger Höhe an ein Fenster ihres Kontrollraums klopfte.

Weil sie einschätzten, dass der sichtlich unter Alkoholeinfluss stehende Mann nicht mehr ohne Gefahr für sich zurückklettern konnte, ließen sie ihn hereinspazieren. Die Leiter, auf der er hochgekommen war, war eigentlich nur für den Notausstieg bei Gefahr gedacht. Der Mann wurde von sofort alarmierten Polizeibeamten festgesetzt. Er habe sein Verhalten nach der Ausnüchterung bitter bereut, hieß es in dem Bericht. Die Flugplatzleitung erklärte, man werde die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen.

Verwechselt

Nach der Verwechslung einer Leiche hat ein Bestatter aus dem russischen Wolgograd den Angehörigen als Wiedergutmachung angeboten, das nächste Familienmitglied, das stirbt, gratis zu bestatten. Wie ein russisches Internetportal berichtete, lehnte die Familie der vermissten Verstorbenen das Angebot empört ab und zog gegen das Bestattungsinstitut Vetschnost („Ewigkeit“) vor Gericht. Die Richter gaben der Familie Recht: Sie verurteilten den Bestatter wegen des „entstandenen moralischen Schadens“ zu einer Entschädigung von umgerechnet 3.600 Euro.

Verboten

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Durchbrennen war gestern.

(Foto: REUTERS)

Aus Angst vor Liebesaffären zwischen Partnern verschiedener Kasten hat ein Dorfrat im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh unverheirateten Frauen ein Handy-Verbot erteilt. Der Rat im Distrikt Muzaffarnagar habe die Entscheidung getroffen, nachdem im vergangenen Jahr 23 Paare durchgebrannt seien und gegen den Willen ihrer Familien geheiratet hätten, berichtete die Zeitung „The Telegraph“.

Man sei davon überzeugt, dass die jungen Leute ihre Flucht per Mobiltelefon geplant hätten, erklärte ein Sprecher des Rates, der 300 Gemeinden vorsteht. „Eltern müssen sicherstellen, dass ihre unverheirateten Töchter keine Handys benutzen“, so der Sprecher weiter. Junge Männer dürften weiter telefonieren, allerdings nur unter Aufsicht der Eltern.

Das Kastensystem wurde mit Verabschiedung der indischen Verfassung im Jahr 1950 offiziell abgeschafft. Vor allem auf dem Land sind die jahrhundertealten Praktiken jedoch noch immer weit verbreitet, die unter anderem Liebesbeziehungen über Kastengrenzen hinweg verbieten.

Dorfräte dürfen sich nach indischem Recht nicht in private Angelegenheiten einmischen. Das Handy-Verbot ist daher nicht bindend. Allerdings verfügen die traditionellen Gremien in den Gemeinden über erheblichen Einfluss, so dass Entscheidungen meist befolgt werden.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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