Panorama

Anglikanern droht Spaltung Homosexuelle wird Bischöfin

Eine anglikanische Kirche in den USA macht eine homosexuelle Frau zur Bischöfin. Vor sechs Jahren hatte die Weihe eines schwulen Bischofs die anglikanische Weltkirche an den Rand der Spaltung gebracht.

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Diane Jardine Bruce (l.) und Mary Glasspool gratulieren sich gegenseitig zur Bischofsweihe. Bruce, die kurz vor Glasspool gewählt worden war, ist die erste in Los Angeles geweihte Bischöfin.

(Foto: AP)

In der anglikanischen Episkopalkirche in den USA ist eine bekennende Homosexuelle zur Bischöfin geweiht worden. Die 56-jährige Geistliche Mary Glasspool erhielt bei einer Zeremonie im Bistum Los Angeles die Bischofsweihe. Glasspool, die seit Ende der 80er Jahre in einer festen Partnerschaft mit einer Frau lebt, ist damit die zweite offen homosexuelle Bischöfin in der US-Episkopalkirche. Vor sechs Jahren hatte das Bistum New Hampshire den schwulen Theologen Gene Robinson zum Bischof geweiht.

Der Umgang mit der Homosexualität hat die Anglikaner an den Rand der Spaltung gebracht. Auch jetzt sind konservative Anglikaner empört über die Weihe einer homosexuellen Frau zur Bischöfin.

Nach der Ernennung Robinsons hatte die liberale Episkopalkirche auf Druck der Schwesterkirchen in Großbritannien und anderen anglikanisch geprägten Ländern der Weihe von weiteren homosexuellen Bischöfen eine Absage erteilt. Im Sommer 2009 vollzog die US-Landeskirche bei ihrer Synode dann aber eine erneute Kehrtwende und ließ im Dezember die Wahl von Glasspool zur Bischöfin zu. Der oberste anglikanische Geistliche, Erzbischof Rowan Williams, stellte daraufhin den Platz der Episkopalkirche in der anglikanischen Gemeinschaft in Frage.

Weltweit zählen die Anglikaner rund 77 Millionen Anhänger. Den Episkopalen, einer Gruppe innerhalb der Anglikanischen Kirche, gehören in den USA etwa 2,1 Millionen Gläubige an.

Quelle: ntv.de, hvo/AFP

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