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Jugendlicher niedergestochen Horror-Clowns terrorisieren Schweden

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In Schweden und weiteren Ländern verkleiden sich Personen vermehrt als Clowns, um ihre Mitmenschen zu terrorisieren.

dpa

Es ist ein zweifelhafter Trend, der von den USA nach Europa schwappt: In verschiedenen Ländern verkleiden sich Menschen als Clowns, um ihre Mitmenschen zu erschrecken. In Schweden wird aus der Gruselattacke jetzt blutiger ernst.

In Schweden hat eine mit einer Clownsmaske vermummte Person mit einem Messer auf einen Jugendlichen eingestochen. Nach dem Vorfall sei der Angreifer geflüchtet, teilte die Polizei in der westschwedischen Provinz Halland mit.

Die Ermittler suchen nun nach einem Mann in einer gelben Jacke, Jeans und Maske. Das Opfer, ein 1997 geborener Jugendlicher, wurde nach Polizeiangaben leicht an der Schulter verletzt. Zuvor hatte die Boulevardzeitung "Aftonbladet" berichtet, zwei Personen mit Clownsmaske hätten eine junge Frau in der schwedischen Stadt Linköping erschreckt und ihr gedroht, sie zu töten. "Sie war völlig verängstigt", sagte ein Polizeisprecher. Das Verhalten der Clowns sei "überhaupt nicht lustig".

Auch Innenminister Anders Ygeman warnte bereits vor Nachahmern: "Wir möchten keine Situation erleben, wo jemand in Schwierigkeiten gerät, weil irgendjemand, vielleicht halb im Scherz, eine Clown-Maske aufsetzt."

In mehreren Ländern, etwa in den USA, werden derzeit vermehrt sogenannte Killer-Clowns gesichtet. Ein zweifelhafter Trend: Maskierte erschrecken dabei andere Menschen oder schüchtern sie ein. Ob blöder Streich oder ernsthafte Gefahr, war bisher kaum ersichtlich.

Experten vermuten, dass die "Grusel-Clowns" wegen des bevorstehenden Halloween-Fests Ende Oktober verstärkt ihr Unwesen treiben. Ein ähnliches Phänomen gab es 2014 in Frankreich. Es wird also gehofft, dass der Schrecken bald ein Ende hat.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa/AFP

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