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Wahre Liebe Hund läuft 300 Kilometer zur Retterin zurück

Die Treue von Hunden ist ja bereits sprichwörtlich. Was ein Hund in Russland aus Anhänglichkeit auf sich genommen hat, macht dennoch vielen Gänsehaut. Das könnte auch an der besonderen Beziehung liegen, die ihn mit seinem Frauchen verbindet.

Shavi würde ohne die Fürsorge von Nina Baranovskaja wohl nicht mehr leben. Die Hündin, deren Name auf georgisch Schwarz bedeutet, lebte wohl zunächst als Streuner, als sie im vergangenen Winter an einer Schnellstraße angefahren wurde. Bei dem Unfall erlitt sie zahlreiche Verletzungen, außerdem waren zwei ihrer Beine gebrochen, wie "Metro UK" berichtete. Durch einen glücklichen Zufall hörten zwei Passanten ihr Wimmern und brachten sie schwer verletzt und halb erfroren zum Tierarzt. Der behandelte Shavi und suchte nach jemandem, der die Hündin aufnehmen und wieder gesund pflegen würde.

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Die einzige Person, die sich meldete, war Nina Baranovskaja, eine alleinerziehende Mutter. Die 26-Jährige teilt ihre kleine Wohnung in Rostov am Don bereits mit ihrer kleinen Tochter und mehreren anderen Haustieren. Nun zog auch noch Shavi ein. Baranovskaja päppelte die Hündin langsam wieder auf.

Zu Beginn musste Shavi gewindelt werden, weil sie es wegen ihrer verletzten Beine zum Gassigehen nicht bis auf die Straße schaffte. Baranovskaja übte mit ihr das Laufen und Shavi erwies sich als kluges und sanftes Tier. Mit der fünfjährigen Mascha verstand sich die Hündin bestens. So wurde Shavi wieder gesund, nur die Angst vor den Autos wich nicht.

Frische Landluft

Weil es in der Wohnung zu eng war, entschloss sich Baranovskaja schweren Herzens, Shavi zu Freunden aufs Dorf zu geben. Dort sollte die Hündin ohne Stress, stattdessen aber mit viel Platz an der frischen Luft, leben. Baranovskaja verabschiedete sich von der Hündin, die künftig mehr als 300 Kilometer entfernt leben sollte. Doch Shavi mochte das Leben auf dem Dorf nicht, sie weigerte sich zu fressen und starrte stundenlang auf das Hoftor. Vielleicht hoffte sie, Nina Baranovskaja und die kleine Mascha würden zurückkommen und sie wieder mitnehmen.  

Ein paar Tage später lief Shavi weg und war nicht mehr zu finden. Zwei Wochen lang fehlte von der Hündin jede Spur, bis sie an einer Stelle wieder auftauchte, die niemand erwartet hatte. Nina war inzwischen umgezogen, als sie auf dem Heimweg etwas Nasses an ihrem Bein fühlte. Sie schaute hinunter und konnte kaum glauben, was sie sah: Es war Shavi, sehr dünn und ganz zerschlagen, aber es war ihre Hündin. Von dem langen Marsch war die Hündin völlig erschöpft.

Inzwischen hat sie sich erholt, lässt Baranovskaja aber nur ungern zur Arbeit gehen. "Ich habe Geschichten über die Treue von Hunden gehört, ich habe sie auch geglaubt, aber ich hätte nie gedacht, dass mir das auch passieren könnte", erzählte Baranovskaja der "Komsomolskaja Prawda". Nachdem die Zeitung über die Geschichte berichtet hatte, boten zahlreiche Leser Baranovskaja Geld an. Doch die Frau lehnte ab. Geld sei nicht nötig, wer helfen wolle, solle sich für die Tiere in seiner Nähe einsetzen.

Quelle: n-tv.de, sba

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