Panorama

Schalltests im Fall Mirco Hunde finden nichts

Bei der Suche nach dem verschwundenen Mirco setzt die Polizei auch auf neue Fahndungsmethoden. Stundenlang versuchten die Ermittler mit künstlich erzeugten Kinderschreien die Stelle zu orten, von der der Schrei gekommen sein könnte, den mehrere Zeugen gehört hatten. Doch auch die neue Suche bleibt ergebnislos.

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Der in Grefrath wohnende Mirco war am 3. September abends auf dem Heimweg von einer Skater-Anlage verschwunden.

(Foto: dpa)

Der markerschütternde Kinderschrei in der Nacht, als Mirco aus Grefrath verschwand, kam aus einem Maisfeld oder einem angrenzenden Wäldchen. Das ist das vorläufige Ergebnis der Schalltests, die Experten am vergangenen Freitag durchgeführt hatten.

Mit dem Auto sei der Bereich über Straßen oder Wege nicht zu erreichen, sagte ein Polizeisprecher. Das Gebiet, in dem die Ermittler nun den Tatort eines Sexualverbrechens vermuten, wurde erneut mit Spürhunden abgesucht. Die Suche brachte aber keine neuen Erkenntnisse. Das Gebiet war allerdings bereits von Beamten einer Einsatzhundertschaft durchkämmt worden. Der elf Jahre alte Mirco ist seit mehr als fünf Wochen verschwunden.

Mit künstlich erzeugten Kinderschreien hatten die Experten den Bereich eingrenzen können, in dem der Schrei ausgestoßen wurde. Ob er allerdings tatsächlich von Mirco abgegeben wurde, ist weiterhin offen. Mehrere Zeugen hatten den Schrei vernommen. Er ertönte etwa eine halbe Stunde nach der vermutlichen Entführung des Jungen und wurde 6,5 Kilometer nordöstlich von Grefrath nahe des Klosters Mariendonk gehört.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa