Panorama

Wilderei-Höchststand in Südafrika Hunderte Nashörner in einem Jahr getötet

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Von Wilderern getötete Nashörner im Distrikt Waterberg, 350 Kilometer nordwestlich von Johannesburg, Südafrika.

(Foto: dpa)

Wilderer in Südafrika haben 2014 bei der Jagd auf die ohnehin vom Aussterben bedrohten Nashörner einen neuen traurigen Rekord aufgestellt. Die Zahl der illegal getöteten Nashörner stieg um 21 Prozent auf 1215 Tiere. Zwei Drittel davon kamen im Krüger-Nationalpark ums Leben.

Illegale Wilderei hat im vergangenen Jahr 1215 Nashörner in Afrika das Leben gekostet. Damit wurde der bisherige Höchststand von 1004 getöteten Tieren von 2013 nochmals um gut 20 Prozent übertroffen, wie das Umweltministerium mitteilte. Mehr als zwei Drittel der Tiere wurden im auch bei Touristen sehr beliebten Krüger-Nationalpark getötet. Wilderer verkaufen die Hörner der Tiere mit großem Gewinn nach Asien, insbesondere nach Vietnam, wo sie in der traditionellen Medizin verarbeitet werden.

Die Zahl der getöteten Tiere ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Noch 2010 wurden von Wilderern 333 Tiere getötet. "Die Nashorn-Wilderei breitet sich wie ein Flächenbrand immer weiter im südlichen Afrika aus", kommentierte WWF-Artenschutz-Experte Arnulf Köhncke die neue Statistik.

Der Krüger-Park, dessen Größe etwa der Fläche Israels entspricht, grenzt an Mosambik. Südafrikanischen Beamten zufolge kommen die meisten Wilderer über die offene Grenze in den Park und fliehen dann nach dem Erlegen der Tiere mit dem Horn wieder nach Mosambik, wo sie nicht belangt werden. Südafrika hat bereits ein Programm gestartet, Nashörner in sicherere Gebiete umzusiedeln.

Quelle: n-tv.de, dpa

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