Panorama

"Drag-Queens" auf der Flucht IS-Kämpfer verkleiden sich als Frauen

Die Schlacht ist vorbei, der IS in der irakischen Provinz Diyala zurückgedrängt. Einige überlebende Dschihadisten halten sich für besonders raffiniert und hüllen sich in Frauenkleider, um zu fliehen. Doch die irakische Polizei schnappt sie.

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat haben sich im Irak angeblich eines alten Tricks bedient: In Frauenkleidern, Schminke und mit ausgestopften BHs sollen Dutzende von ihnen versucht haben, aus dem Kampfgebiet in der irakischen Provinz Diyala zu fliehen. Das berichten unter anderem der britische "Mirror", die "Jerusalem Post" und berufen sich auf Schnappschüsse, die angeblich von der irakischen Armee stammen.

Östlich der Provinzhauptstadt Bakuba hatte es Mitte Februar heftige Kämpfe zwischen den Dschihadisten und der Armee gegeben. Wichtige Anführer wurden getötet. Irakische Sicherheitskräfte griffen nun mindestens 17 der verbliebenen IS-Kämpfer in der Gegend auf.

Auf den auch auf Twitter verbreiteten Fotos sind Männer mit zum Teil rasierten und geschminkten Gesichtern zu sehen. Andere behielten ihre Bärte und verhüllten sie mit den im Irak verbreiteten Gesichtsschleiern für Frauen. Ein Mann trägt ein rotes Kleid mit weißen Blumen und darüber einen langen blauen Umhang, der einer Burka ähnelt. Der Urheber ist nicht bekannt und die Details der Geschichte sind nicht überprüfbar.

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(Foto: Instagram)

Ein anderer Mann ist in Nahaufnahme zu sehen. Er hat sich das Gesicht weiß gepudert und die Augen mit Kajal umrahmt.

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(Foto: Instagram)

Ein Mann mit verbundenen Augen und Oberlippenbart wird mit entblößtem Dekolletée gezeigt, das den Blick auf einen glänzenden Push-Up-BH freigibt.

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(Foto: Instagram)

Die Fotos sorgen weltweit in den sozialen Netzwerken für Spott - stehen doch die IS-Kämpfer für die absolute Verachtung von Frauen. Im Irak und in Syrien haben die Dschihadisten tausende Frauen anderer, nicht sunnitisch-muslimischer Religionsgruppen entführt und halten vermutlich einen großen Teil von ihnen als Sexsklavinnen. Auf Märkten werden Jesidinnen und Christinnen zum Kauf angeboten.

In der vom IS propagierten Vollverhüllung für Frauen im Kalifat haben die überlebenden Kämpfer nun offensichtlich den letzten Ausweg gesehen, um Gefangenschaft und Bestrafung zu entgehen. Nicht nur die Gegner des IS machen kurzen Prozess mit ihren Gefangenen. Innerhalb der Terrormiliz herrscht ein strenges Regiment. Wer desertiert oder auch nur den Anschein erweckt, wird auf der Stelle umgebracht.

Quelle: ntv.de, nsc

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