Panorama

Bürger verschenkt Tausende Euro In Köln regnet es Geldscheine

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Insgesamt 3500 Euro verschenkt Joachim Ackva an fremde Menschen.

dpa

In der Kölner Innenstadt steigt ein Bündel Luftballons in die Luft, soweit nichts Besonderes. Doch plötzlich flattern Geldscheine zu Boden - insgesamt 3500 Euro verschenkt ein Finanzberater. Mit der Aktion will er auf ein weltweites Problem aufmerksam machen.

In Köln hat es Geld geregnet. Der Finanzberater Joachim Ackva und seine Partnerin Daniela Tiben ließen am Vormittag in der Innenstadt ein Bündel Luftballons aufsteigen, an dem drei Säcke mit rund 3500 Euro befestigt waren. Das Geld fiel aus den Säcken, Passanten konnten zugreifen.

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Joachim Ackva lässt die Ballons mit den Geldsäcken in die Luft steigen.

(Foto: dpa)

Mit der Aktion wollten Ackva und Tiben auf ihre Idee einer "Gemeinschaftskasse" für die Welt aufmerksam machen: Jeder soll ein Tausendstel seines Vermögens spenden, so dass Armut, Hunger und Krieg bekämpft werden können. Es gebe viele Menschen, die dazu bereit seien, sagte Ackva. Der Sinn des Geldregens sei aber vor allem, "Spaß zu haben". Die Freude am Teilen stehe im Vordergrund.

Schüler im Glück

Gefreut haben sich über den Geldregen vor allem Schüler. Sie drängten sich unter den Luftballons, als die 5-Euro- und 10-Euro-Scheine aus den Säcken fielen. Das Geld stammt nach Ackvas Angaben aus seinem Privatvermögen.

In der Vergangenheit hatte Ackva schon in Berlin und Frankfurt Euronoten verteilt. Im August vergangenen Jahres ließ er in der Innenstadt von Frankfurt ebenfalls Luftballons mit Geldsäcken in die Lüfte steigen. Er empfinde "einfach pure Freude, dass Geld so ein schönes Symbol sein kann", sagte der Geldspender damals. Er ist Mitbegründer einer Bürgerbewegung, die sich für eine gerechtere Verteilung des Geldes auf der Welt einsetzt.

Ebenso beglückt US-Multimillionär Jason Buzi fremde Menschen mit seinem Geld. Mit der Aktion "Hidden Cash" (verstecktes Bargeld) versteckt er Scheine in verschiedenen Großstädten – zuletzt vergangenen Sommer in Berlin. Auf Twitter fanden die Sucher fanden Hinweise auf die 24 Umschläge mit insgesamt 1500 Euro.

Quelle: n-tv.de, hla/dpa

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