Langzeit-TouristenvisaIndien verschärft Auflagen
Ausländer mit Fünf- oder Zehn-Jahres-Visa dürfen sich weiter 180 Tage am Stück im Land aufhalten, bevor sie vorübergehend aus- und dann wieder einreisen. Sie müssen nun aber mindestens zwei Monate außer Landes bleiben, bevor man sie wieder reinlässt.
Indien hat seine Auflagen für Langzeit-Touristenvisa verschärft. Wie aus Kreisen des Außenministeriums in Neu Delhi verlautete, dürfen sich Ausländer mit Fünf- oder Zehn-Jahres-Visa zwar weiter 180 Tage am Stück im Land aufhalten, bevor sie vorübergehend aus- und dann wieder einreisen. Bisher habe hier aber ein Kurzaufenthalt außerhalb Indiens genügt, nun müssten die Visums-Inhaber sich mindestens zwei Monate außer Landes aufhalten, bevor sie wieder einreisen dürften. "Wir haben die Regeln geändert, um den Missbrauch unserer Langzeit-Touristenvisa zu verhindern", hieß es aus den Kreisen. Die neuen Vorschriften seien schon seit 4. November in Kraft.
Die US-Botschaft in Neu Delhi erklärte, die neuen Regeln würden nur sehr inkonsequent angewendet. Das habe einer ganzen Reihe von US-Bürgern bereits Probleme beschert. Auf der Botschafts-Webseite wird über Touristen berichtet, die für einen Kurzbesuch in ein Nachbarland Indiens reisten und dann nicht mehr nach Indien zurückkehren durften.
Nach Angaben des indischen Außenamts beantragen alljährlich 100.000 Touristen Langzeit-Visa für Indien. Diese werden an die Bürger von 14 Staaten ausgegeben. Besonders beliebt sind sie bei Briten und US-Amerikanern, die damit gern den komplizierten Antragsprozess etwa für ein Arbeitnehmer-Visum umgehen.