Panorama

150 Finnwale gerettet Isländer sagen Walfang ab

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Ein von isländischen Walfängern erlegter Wal wird auf Reykjavik zerlegt. (Archivbild von Oktober 2006)

(Foto: dpa)

Das einzige isländische Walfangunternehmen kann sich mit seinen Angestellten nicht auf eine Lohnregelung einigen. Aus diesem Grund fällt der Walfang von Island aus ins Wasser. Zudem schwächelt der Markt für Walfleisch.

Von Island aus werden in diesem Sommer keine Finnwale gejagt. Der einzige hier aktive Unternehmer auf der Atlantikinsel, Kristján Loftsson, wurde von der Zeitung "Morgunbladid" zitiert, er habe nicht die nötigen Übereinkünfte mit der Fischereigewerkschaft über Löhne für die Walfänger. Loftssons Firma Hvalur hf. verfügt nach eigenen Angaben über eine Fangquote von 150 Finnwalen.

Tier- und Umweltschützer haben den kommerziellen isländischen in den letzten Jahren auch deshalb heftig kritisiert, weil es nach ihrem Dafürhalten keinen ausreichenden Markt für Walfleisch gibt. Schon im letzten Jahr hatte Loftsson die geplante Jagd auf Finnwale abgesagt - weil Japan als einziges Abnehmerland in der Folge von Tsunami- und Reaktorkatastrophe ausfiel. Der Unternehmer sagte nun, der japanische Markt habe sich noch immer nicht ganz erholt.

Norwegische und isländische Walfänger sind seit Ende April im Nordatlantik auf der Jagd nach Zwergwalen unterwegs. Beide Länder halten sich dabei trotz heftiger internationaler Kritik nicht an das seit 1986 weltweit geltende Walfang-Moratorium.

Quelle: ntv.de, dpa

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