Panorama

"Judentum anerkennen" Israels Oberrabbiner in China

Der sephardische Oberrabbiner Israels, Schlomo Amar, hat China zur Anerkennung des Judentums als eine Religion im Land aufgefordert. Zugleich bat er die Regierung bei einem Besuch in Schanghai, eine ehemalige Synagoge in der Metropole zu restaurieren und wieder ihrem ehemaligen Zweck zuzuführen.

"Dies ist ein sehr wichtiges Zentrum des Gebets für die jüdische Gemeinde hier und es würde die jüdische Gemeinschaft fördern", sagte Amar. Er ist der erste israelische Oberrabbiner, der China besucht.

Schanghai hat in den 1930er und 1940er Jahren rund 30.000 Juden auf der Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung aufgenommen. Bis auf eine Hand voll von ihnen verließen aber wieder alle das seit 1949 kommunistische Land.

Die heutige jüdische Gemeinde in Schanghai wird von Staatsbürgern anderer Länder gebildet, die vorübergehend in China leben. Nur in der zentralen Provinz Henan gibt es eine kleine Gemeinde von weniger als tausend Juden, die sich als Abkömmlinge einer Gruppe von Juden betrachten, die vor mehr als einem halben Jahrtausend in die Gegend ausgewandert seien.

"Ich bin gekommen, um die Gemeinde hier zu stärken, ihr geistliches Wachstum zu stärken und dafür zu beten, dass die Regierung den Juden Religionsfreiheit gewährt", sagte Amar. China hat staatlich unterstützte Zweige des Protestantismus, Katholizismus, des Islams, Taoismus und Buddhismus anerkannt.

Quelle: ntv.de