Panorama

Aufforderung aus Brüssel Italien soll mehr für Pompeji tun

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Diese Mauer in Pompeji ist durch Unwetter eingestürzt.

(Foto: AP)

Drei Gebäude sind seit dem Wochenende in Pompeji eingestürzt. Die erstaunlich gut erhaltenen Reste der antiken Stadt verfallen. Jetzt redet Brüssel Italien ins Gewissen.

So kann es nicht weiter gehen: Die Europäische Kommission sorgt sich um den Verfall der historischen Ausgrabungsstätte Pompeji. Den Verantwortlichen meint Brüssel auch zu kennen: Italien. "Die lokalen, regionalen und nationalen Behörden müssen mehr tun und sich besser abstimmen, damit die Gelder effektiv eingesetzt und Pompeji für zukünftige Generationen bewahrt wird", sagte EU-Kulturkommissarin Androulla Vassiliou. Italien hatte zuvor zwei Millionen Euro für einen Notfallfonds für Pompeji zur Verfügung gestellt.

Seit dem Wochenende sind in der Unesco-Weltkulturerbe-Stätte nach starken Unwettern drei Gebäude eingestürzt. Die kulturell bedeutsame Stätte ist seit Jahren vom Verfall bedroht. "Ich weiß genau, dass die Augen der internationalen Gemeinschaft darauf gerichtet sind, was wir in Pompeji tun", sagte Italiens Kulturminister Dario Franceschini nach einem Krisentreffen, bei dem die Soforthilfe beschlossen wurde.

EU-Kommissarin Vassiliou sagte, der Erhalt der antiken Stadt sei nicht nur Aufgabe Italiens. Vergangenes Jahr hatte ein gemeinsames Projekt der EU und Italien begonnen, das den Erhalt Pompejis mit 105 Millionen Euro sichern soll. Jahr für Jahr besuchen Millionen von Touristen das Gelände, das bei einem Vulkanausbruch im Jahr 79 unter einer Ascheschicht begraben und für Jahrhunderte konserviert wurde.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa