Panorama

Die Kannibalen aus der Taiga Jäger verschlingen Kameraden

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In der Taiga ist das Überleben in der Wildnis hart.

(Foto: REUTERS)

Wochenlang irren vier Männer durch die sibirische Wildnis. Am Ende werden nur zwei der Jäger gerettet. Ihr Überleben verdanken sie offenbar einer schaurigen Tat.

Während einer viermonatigen Odyssee durch die riesige Taiga haben zwei russische Jäger mindestens einen Begleiter getötet und teilweise gegessen. Die Obduktion beweise, dass der Mann erschlagen und seine Leiche zerschnitten worden sei, berichtete die Moskauer Zeitung "Komsomolskaja Prawda" unter Berufung auf Justizkreise. Den Jägern droht nun eine Anklage wegen Mordes.

Ein Suchtrupp hatte die beiden Männer Ende November 2012 in Sibirien entdeckt. Sie waren im August zur Jagd aufgebrochen und hatten sich mit zwei Kameraden, die sie unterwegs trafen, in der Wildnis verirrt. Bei der Suche nach diesen beiden Begleitern fanden Soldaten in einem Wald der Teilrepublik Jakutien Schädelteile und Knochen eines Mannes. Das Schicksal des vierten Jägers ist unbekannt.

Die Geretteten sagten zunächst, sie hätten von Kräutern gelebt. Beim Verhör räumten sie dann ein, Menschenfleisch gegessen zu haben, wie ein Polizeisprecher sagte. Ihr Begleiter sei aber durch einen Unfall gestorben. Der vierte Jäger soll sich bereits früher von ihnen getrennt haben. Kannibalismus ist in Russland kein Straftatbestand.

Quelle: n-tv.de, dpa

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