Panorama

266 Minkwale getötet Japan beendet Walfangsaison

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eigentlich wollten die japanischen Walfänger 900 Tiere in dieser Saison töten. Das gelingt ihnen nicht, doch noch immer lassen Hunderte Minkwale ihr Leben. Nun beenden die Walfänger ihre diesjährige Saison in der Antarktis.

Japan hat die diesjährige in der Antarktis-Region beendet. Dabei wurden weitaus weniger Tiere getötet als geplant, wie die japanische Fischereibehörde mitteilte. Japanische Walfänger töteten demnach 266 Minkwale und einen Finnwal. Geplant war die Tötung von rund 900 Tieren.

Die japanischen Walfangboote waren im Dezember zur Walfangsaison aufgebrochen und traten am Donnerstag die Heimreise an. der Organisation Sea Shepherd versuchten die Monate über, die Walfänger bei ihrer Arbeit zu behindern, warfen Stinkbomben auf die Schiffe und versuchten die Schiffsschrauben mit Seilen zu blockieren. In ihrer jetzigen Erklärung erwähnte die japanische Fischereibehörde die teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen Walfängern und Walfanggegnern nicht.

Die Internationale Walfangkommission (IWC) hatte 1986 ein Moratorium für den kommerziellen Walfang in Kraft gesetzt. Japan nutzt allerdings die Möglichkeit, jedes Jahr hunderte Meeressäuger zu Forschungszwecken zu töten - verhehlt aber nicht, dass das Walfleisch verzehrt wird. Nach Auffassung des Landes handelt es sich beim Walfang um eine jahrhundertealte Tradition, die nicht verloren gehen dürfe. Die vorige Walfangsaison in der Antarktis war im Februar nach einer Reihe von Störaktionen der Sea-Shepherd-Aktivisten vorzeitig beendet worden.

Quelle: ntv.de, AFP