Panorama
Sonntag, 01. März 2015

Herzzerreißende Aktion #findfern: Junge schreibt den Dieben seines Hundes

Seit zwei Jahren ist Ethans Hund Fern verschwunden, wahrscheinlich wurde die Hündin gestohlen. Doch der kleine Junge gibt die Hoffnung nicht auf, dass sie zurückkommt. Er schreibt an die "bösen Männer" und rührt die Netzgemeinde zu Tränen.

Ethan Ferrier ist erst vier Jahre alt und schreibt noch nicht besonders lange und auch noch nicht besonders gut. Doch dieser Brief war ihm ein wirkliches Herzensanliegen. Er ist gerichtet an die "bösen Männer, die Fern weggenommen haben" und hat in den sozialen Netzwerken eine Welle der Solidarität ausgelöst.

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Denn der Brief, den Ethan unbedingt schreiben musste, ist an die Diebe seines Hundes Fern gerichtet. Die Cockerspaniel-Dame Fern war vor zwei Jahren von der Farm der Familie in Malden Rushett im englischen Surrey plötzlich spurlos verschwunden. Seitdem vermisst der Junge den Hund schmerzlich.

Als Ethan nun schreiben lernte, wusste er endlich, was zu tun war. Er setzte sich an den Küchentisch der Familie und schrieb mit grünem Filzstift auf, was ihm so sehr am Herzen lag. "An die bösen Männer, die Fern weggenommen haben. Kann Fern nach Hause kommen, bitte jetzt? Ich vermisse sie. Ethan." Damit auch die diejenigen, die noch nicht lesen können, ihn verstehen, malte er noch ein Bild dazu. Es zeigt Mama Jodie, Papa Tom, ihn selbst und natürlich Fern.

Verhängnisvolle Ähnlichkeit

Ethans Mutter glaubt, dass Fern möglicherweise gestohlen wurde, weil sie dem Hund von Prinz William und seiner Frau Kate so ähnlich sieht. Denn zwei Monate, bevor Fern verschwand, waren Fotos veröffentlicht worden, auf denen William und Kate mit Lupo im Hyde Park umhertollten. Seitdem ist die Nachfrage nach Cocker Spaniel-Welpen stark gestiegen. Jemand könnte Fern mitgenommen haben, um mit ihr zu züchten.

Jodie Ferrier berichtete, dass Ethan sich sehr aufgeregt habe, als Fern verschwand. Seitdem frage ihr Sohn immer wieder, ob Fern anderswo glücklich ist. "Er fragt mich jeden Morgen, wann Fern wieder nach Hause kommt, und ich muss ihm sagen: Ich weiß es nicht",  erzählte die Mutter dem "Telegraph". "Es ist herzzerreißend." Deshalb habe er sich auch entschlossen, diesen Brief zu schreiben.

Die Familie hoffe von ganzem Herzen, dass Fern eines Tages gefunden wird. "Wenn die Menschen, die sie mitgenommen haben, wüssten, welches Leid sie angerichtet haben, würden sie sie zurückbringen."

Quelle: n-tv.de