Panorama

"In zwei Jahren genug Distanz" Käßmann freut sich auf Neustart

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Käßmann will ihren neuen Job in aller Freiheit wahrnehmen.

(Foto: dpa)

Vor gut zwei Jahren trat Bischöfin Käßmann nach einer Alkoholfahrt von ihren Ämtern zurück. Nun erwartet sie ein Neustart - als Botschafterin für das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017. Sie hofft, dass "jetzt mal wieder Normalität eintritt".

Gut zwei Jahre nach ihrem beginnt die frühere Bischöfin Margot Käßmann eine neue Arbeitsstelle. In Berlin hat die prominente Theologin bereits ein Büro bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bezogen. In ihr Amt als Botschafterin für das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 wird sie am 27. April eingeführt.

"Das ist eine spannende neue Herausforderung im alten Kontext", sagte Käßmann. "Für mich ist es ganz schön, wenn jetzt mal wieder Normalität eintritt", meinte sie. "Ich glaube, dass in den zwei Jahren genug Distanz gewachsen ist, um das in aller Freiheit wahrzunehmen."

Nach einer Fahrt unter Alkoholeinfluss war Käßmann 2010 als Bischöfin von Hannover und als EKD-Chefin zurückgetreten. Danach arbeitete sie als Gastdozenten in Atlanta und als Professorin an der Universität Bochum.

Die Evangelische Kirche begeht in fünf Jahren den 500. Jahrestag der Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte der Mönch Luther (1483-1546) seine Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche an die Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen. Dieser Protest gegen die kirchliche Praxis, Sünden gegen Zahlung eines Geldbetrages zu vergeben, gilt als Beginn der Kirchenspaltung. Die Punkte, bei denen Luther mit seiner eigenen Kirche gehadert habe, seien geblieben, meinte Käßmann. "Aber es ist das erste große Jubiläum nach diesem 20. Jahrhundert der Ökumene."

Quelle: ntv.de, dpa

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