Panorama

"Das ist nicht professionell gelaufen" Kein Passagier überlebt Absturz

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Die Angehörigen trauern um ihre Verwandten unter den Opfern des Flugzeugabsturzes.

(Foto: REUTERS)

Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Suchtrupps finden in Indonesien ein Flugzeugwrack. Es handelt sich um die verschollene Maschine aus Russland. Unter den 50 Passagieren gibt es keine Überlebenden.

Das in Indonesien verunglückte russische Flugzeug vom Typ ist an einem Vulkan zerschellt. Rettungstrupps erreichten 18 Stunden nach dem Unglück die Absturzstelle südlich von Jakarta. "Sie haben Wrackteile und Leichen gefunden", sagte der Sprecher der Einsatzkräfte, Gagah Prakoso. An Bord der Maschine waren bis zu 50 Menschen. Überlebende gab es nicht. "Die Maschine ist offenbar bei hoher Geschwindigkeit aus 1800 Metern abgestürzt", sagte Prakoso.

Spekulationen über die Absturzursache gab es zunächst nicht. Es handelte sich um eine neue Maschine mit hochmoderner Technik an Bord. Der Pilot hatte in seinem letzten Funkspruch rund 20 Minuten nach dem Start um Erlaubnis darum gebeten, die Flughöhe verlassen und auf 1800 Meter sinken zu dürfen. Gründe für das Manöver nannte die indonesische Flugwacht zunächst nicht. Dann brach der Kontakt ab.

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Rettungskräfte fanden die Überreste des Wracks in einer Gebirgskette nahe Jakarta.

(Foto: REUTERS)

In der Region war zum Zeitpunkt des Unglücks schlechtes Wetter. Der 2200 Meter hohe Vulkan Salak liegt oft in Dunst und Nebel. Das Gelände ist unwegsam. Eine erste Suchaktion per Hubschrauber musste wegen des Wetters abgebrochen werden. Das Wrack wurde erst am Morgen aus der Luft gesichtet.

Mehrere hundert Helfer, darunter Armee und Polizei, waren bei dem Rettungseinsatz am Berg. Sie wollten zunächst die Opfer bergen und nach dem Flugdatenschreiber suchen.

Passagierlisten nicht veröffentlicht

Über die Zahl der Insassen gab es unterschiedliche Angaben: Indonesische Behörden sprachen am Donnerstag von 47 Menschen, Suchoi-Chef Wladimir Prissjaschnjuk nannte 45, davon 33 Indonesier, acht Russen, zwei Italiener sowie einen Franzosen und einen US-Amerikaner.

Am Halim-Flughafen in Jakarta trafen unterdessen die ersten Angehörigen ein. Sie wurden von Psychologen betreut. Die Behörden veröffentlichten keine Passagierlisten, weil einige, die auf dem Flug sein sollten, doch nicht dabei waren und andere ihre Plätze einnahmen. "Das zeigt doch, dass das alles nicht professionell abgelaufen ist", sagte Iszirta Rahman dem Nachrichtenportal Detik.com. Sein Bruder sei an Bord gewesen.

Die Maschine des Typs Suchoi Superjet 100 war bei einem Demonstrationsflug bei Jakarta vom Radar verschwunden. Unter den Insassen waren neben der russischen Crew vor allem Vertreter von indonesischen Fluggesellschaften und Luftfahrtunternehmen und einige Journalisten. Die Maschine ist das erste Passagierflugzeug, das seit dem Zerfall der Sowjetunion in Russland entwickelt wurde und sollte anderen Mittelstreckenanbietern wie Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen.

Quelle: ntv.de, dpa/rts

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