Panorama
Donnerstag, 22. Mai 2008

"Westliches Kleidungsstück": Keine Krawatten mehr im Iran

Weil sie aus offizieller Sicht gegen die iranische Kultur verstoßen, dürfen im Iran künftig keine Krawatten mehr eingeführt werden. Dies kündigte der Vize-Chef des staatlichen Zolls, Asghar Hamidi, an. "Die Einfuhr von Kleidung ist nicht verboten, aber wir müssen handeln, um die Einfuhr von einigen Produkten, vor allem von Krawatten, zu verhindern." Als Grund führte Hamidi an, dass Krawatten "nicht mit unserer Kultur übereinstimmen".

Nach der islamischen Revolution 1979 hatten die Behörden im Iran nach und nach strenge Bekleidungsvorschriften durchgesetzt: Frauen müssen Schleier tragen; Männer Anzüge und Hemden mit Stehkragen – und keine Krawatten. In den vergangenen Jahren waren diese Vorschriften zumindest bei den Krawatten aber gelockert worden; vor allem bei Hochzeiten ist das "westliche Kleidungsstück" inzwischen recht beliebt.

Quelle: n-tv.de