Panorama

Bewegung für "politische Reformen" Kim Dotcom gründet eigene Partei

Der Internet-Unternehmer Kim Dotcom will mit seiner Speicher- und Tauschplattform Mega in Neuseeland an die Börse. Foto: David Rowland

Der Internet-Unternehmer Kim Dotcom möchte enttäuschte Wähler anlocken.

(Foto: dpa)

Kim Schmitz, auch bekannt als Kim Dotcom, ist ein umtriebiger Unternehmergeist. Nun will der Deutsche, der in den USA wegen Urheberrechtsverletzung gesucht wird, sein Geschäftsfeld erweitern und in die Politik gehen.

Der umstrittene deutsche Internetunternehmer Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat in Neuseeland eine eigene Partei gegründet, mit der er zu den Parlamentswahlen im September antreten will. Der Gründer der inzwischen abgeschalteten Internetplattform Megaupload, der von den USA wegen der massenhaften Verbreitung von Raubkopien gesucht wird, erklärte, die Partei werde für eine "freie und faire" Gesellschaft eintreten und eine "wichtige Rolle" bei der Wahl spielen.

"Dies ist eine Bewegung für die Freiheit des Internets und der Technologie, für Privatsphäre und politische Reformen", sagte der 40-Jährige. Seine Partei richte sich insbesondere an jene, die bisher nicht gewählt hätten, die vom Wählen enttäuscht seien oder die zu wählenden Parteien nicht mögen. Ein Erfolg der Partei ist aber zweifelhaft, nachdem die Mana Partei, die als möglicher Verbündeter gehandelt worden war, diese Woche eine Reihe von Gründen genannt hatte, warum eine Kooperation unwahrscheinlich sei.

Zudem steht noch eine Justizentscheidung zur Auslieferung von Schmitz an die USA aus. Die USA werfen Schmitz vor, mit der Verbreitung von Raubkopien ein Millionenvermögen angehäuft zu haben. Er wurde nach einer spektakulären Razzia im Januar 2012 in seinem Anwesen bei Aukland festgenommen, ist aber auf Kaution wieder auf freiem Fuß.

Bei einer Verurteilung wegen Unterschlagung und umfangreicher Urheberrechtsverletzungen drohen Schmitz in den USA bis zu 20 Jahre Haft. Er weist die Vorwürfe zurück.

Quelle: ntv.de, dpa