Panorama

Ärzte, Politiker, Beamte verdächtigt Kinderpornoring gesprengt

In Österreich hat die Polizei einen Kinderpornoring gesprengt und ist dabei mehr als 900 Verdächtigen auf die Schliche gekommen. Unter ihnen seien Lehrer, Ärzte, Beamte, Politiker und ein Rechtsanwalt, sagte der Ermittler des Bundeskriminalamts Harald Gremel vor Journalisten.

Die Verdächtigen hätten über eine in Kroatien registrierte Internetseite Bilder von nackten Kindern in eindeutigen Posen angesehen. "Die kroatische Polizei hat die Website 76 Stunden überwacht und in der Zeit zwölf Millionen Besuche registriert", sagte Gremel. Sie stammten von 144.285 verschiedenen IP-Adressen aus 170 Ländern.

Elf der auf den pornografischen Fotos gezeigten Kinder stammten aus Paraguay und eines aus den USA, sagten die Ermittler. Die Mädchen seien im Alter von neun bis zwölf Jahren gewesen. Ein deutlich jüngeres Mädchen sei noch nicht identifiziert worden. Die Fotos seien aus Estland auf die Website in Kroatien gespielt worden.

Die österreichische Polizei konnte nach eigenen Angaben 189 Verdächtigen den Besitz und die Weitergabe von Kinderpornografie nachweisen. Weitere 624 Männer hätten sich die Internetseite nur angesehen. Gegen sie wurde das Verfahren eingestellt. Bei 97 Verdächtigen sei die Auswertung der beschlagnahmten Datenträger noch nicht abgeschlossen. "Ich bin überzeugt, dass wir 200 Personen vor Gericht stellen können", sagte Gremel. Die Ermittlungen hätten über ein Jahr gedauert.

Quelle: ntv.de

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