Panorama
Da staunt selbst das Rindvieh.
Da staunt selbst das Rindvieh.(Foto: dpa)
Mittwoch, 19. April 2017

Frost und Schnee: Kleiner Winter hält sich hartnäckig

Er lässt sich einfach nicht abschütteln: Nochmals sorgen letzte Ausläufer des Winters für Glätte auf Straßen und Behinderungen im Verkehr. Besonders betroffen sind der Süden des Landes und die Nachbarn.

Das wechselhafte April-Wetter hat erneut Behinderungen auf den Straßen im Süden Deutschlands gebracht. Vielerorts in Bayern hatten Autofahrer mit rutschigen und schneebedeckten Straßen zu kämpfen. Größere Unfälle wurden aber zunächst nicht bekannt. Am Vorabend hatte der Deutsche Wetterdienst vor Glätte in weiten Teilen des Freistaats gewarnt. Am gestrigen Nachmittag waren in Niederbayern bei einem durch Blitzeis ausgelösten Serienunfall mit zwölf Fahrzeugen mehrere Menschen verletzt worden.

Richtig frostig war es auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze: Dort wurden minus 17 Grad registriert. In den deutschen Alpen herrscht weiter erhebliche Lawinengefahr. Auf dem Brocken im Harz kletterte die Quecksilbersäule selbst am Vormittag nicht höher als minus sieben Grad. Die Schneehöhe summiert sich immerhin noch 15 Zentimeter. In Baden-Württemberg müssen sich die Menschen am Mittwoch auf Niederschlag mit Schnee, Schneeregen oder Graupel einstellen. Am Mittag schneite es für wenige Minuten in der Hauptstadt Berlin. Gegen Nachmittag lässt sich dann die Sonne häufiger blicken.

Einzig am Rhein und auf den Inseln war es am Morgen zum Teil frostfrei, wie n-tv-Meteorologe Björn Alexander sagte. Besonders im Bergland bestehe die Gefahr von Glätte durch Schnee. Und dort sei auch am Vormittag noch häufiger Schneeschauer unterwegs. Ein teils kräftiger Nordostwind sorge zudem dafür, dass sich das Ganze nochmals kälter anfühlt.

Auch in den Nachbarländern Tschechien und Slowakei haben starke Schneefälle Probleme im Straßenverkehr verursacht. Nachdem liegengebliebene Lastwagen mehrere Gebirgsstraßen blockierten, wurden vorsorglich auch andere Verbindungen für den Lkw-Verkehr gesperrt. In der tschechischen Region Mährisch-Schlesien fielen in der Nacht zum Mittwoch 30 Zentimeter Schnee, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete. In der Slowakei warnte der Wetterdienst vor Schneestürmen, Glatteis und Lawinengefahr. Verkehrsunfälle gingen mit Blechschäden meist glimpflich aus.

Quelle: n-tv.de