Panorama

Geburtsland stellt Ansprüche Kolumbien will Márquez' Asche aufteilen

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Márquez bei seinem letzten öffentlichen Auftritt Anfang März: Reporter sangen ihm ein Geburtstagsständchen.

(Foto: dpa)

Kolumbien setzt sich nach dem Tod des Schriftstellers Gabriel García Márquez dafür ein, dass ein Teil seiner Asche in seinem Heimatland beigesetzt wird. Die Asche könnte zwischen Mexiko, seiner Adoptiv-Heimat, und Kolumbien, seinem Geburtsland, aufgeteilt werden, sagte Kolumbiens Botschafter José Gabriel Ortiz in Mexiko-Stadt.

Márquez war am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in der mexikanischen Hauptstadt gestorben, wo er seit Jahrzehnten gelebt hatte. Seine Familie hatte eine Einäscherung in privatem Kreis angekündigt, aber nicht erklärt, wo die Asche bestattet werden sollte.

Derweil hatte der Tweet einer kolumbianischen Politikerin zum Tod von Márquez einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die rechtsgerichtete Abgeordnete María Fernanda Cabal veröffentlichte auf Twitter ein Bild des Schriftstellers und des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro mit dem Satz: "Bald werden sie gemeinsam in der Hölle sein." Am Freitag löschte sie den Tweet wieder.

Quelle: ntv.de, jve/dpa