Panorama

"Geh' ma Hunde vergiften im Park" "Kot & Köter" kämpft mit Anzeige

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Wulf Beleites mit der Erstausgabe seiner Zeitschrift "Kot & Köter" auf einer Hundewiese in Hamburg.

(Foto: dpa)

Die Hamburger Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren gegen den Herausgeber der Satirezeitschrift "Kot & Köter" ein. Dem Journalisten Beleites wird vorgeworfen, öffentlich zu Straftaten aufgerufen zu haben. Beleites spricht von einem Angriff auf die Pressefreiheit.

Gegen den Herausgeber der Satirezeitschrift "Kot & Köter", Wulf Beleites, ist Strafanzeige erstattet worden. In der Anzeige vom 5. März gehe es um die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft. Er soll in seiner Zeitschrift dazu aufgefordert haben, Hunde zu vergiften.

Der 67-jährige Beleites vermutet, dass sich "dieser ungeheuerliche Vorwurf" nur auf einen Artikel über Georg Kreisler beziehen kann: "Die geheimen Tagebücher des Wiener Kabarettisten waren uns zugespielt worden und sie enthielten höchst brisante Details."

Ursprünglich habe Kreisler (1922-2011)  nicht Tauben, sondern Hunde im Park vergiften wollen. Den Orginaltext "Geh' ma Hunde vergiften im Park" habe man den Lesern nicht vorenthalten können, so Beleites. "Dazu sind wir als investigative Journalisten zu sehr der Wahrheit verpflichtet."

Die Zeitschrift "Kot & Köter" ist ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt und seit April 2014 auf dem Markt. Drei Ausgaben sind bisher erschienen, das nächste Heft wird Mitte Mai herauskommen.

Der Hamburger Satiriker, viele Jahre Autor bei "extra drei", hat Rechtsschutz bei seiner Gewerkschaft beantragt, "denn diesem massiven Angriff auf die Pressefreiheit müssen wir entschlossen entgegentreten".

Quelle: ntv.de, ppo

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