Panorama

Zur Freude der Passagiere Kreuzfahrer festgesetzt

Ein Kreuzfahrtschiff mit 680 Menschen an Bord ist zwei Tage lang von den portugiesischen Behörden auf der Ferieninsel Madeira festgehalten worden. Die Hafenbehörden von Funchal untersagten der "Van Gogh" wegen einer richterlichen Anordnung zunächst die Ausfahrt. Die Entscheidung wurde mit einem Finanzstreit zwischen der Reederei und dem Reiseveranstalter begründet. Am Donnerstagabend bekam das Schiff jedoch die Erlaubnis, die Fahrt fortzusetzen. Das Ziel ist der britische Hafen Falmouth.

Die Sache sei geklärt, sagte der Chef der Hafenbehörde, Coelho Cndido, ohne Einzelheiten zu nennen. An Bord der "Van Gogh" sind nach Angaben der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa 430 überwiegend britische Passagiere und 250 Besatzungsmitglieder.

Die Fahrgäste lehnten das Angebot des Reiseveranstalters ab, von Madeira mit dem Flugzeug zurück nach Großbritannien gebracht zu werden. Sie waren im Januar von Falmouth aus zu einer dreimonatigen Weltreise aufgebrochen. Madeira sollte die letzte Station vor der Rückkehr nach Großbritannien sein.

Die Passagiere, darunter auch die britische Filmschauspielerin Shirley Ann Field, waren trotz der Wartezeit guter Dinge. "Natürlich möchten wir zurück nach Hause", sagte die 69-jährige Darstellerin. "Aber wenn schon so etwas passieren musste, dann hätte es dafür keinen besseren Ort geben können als Madeira. Das Essen ist gut, die Sonne scheint, wir haben keine Klagen." Eine andere Britin meinte: "Ich könnte es noch ein paar Tage auf Madeira aushalten." Mehrere Passagiere berichteten, sie hätten die Lautsprecherdurchsage, in der sie über den verlängerten Zwischenstopp informiert wurden, zunächst für einen Aprilscherz gehalten.

Quelle: ntv.de