Panorama

"Pasewalk Police Phönix" Kriegstrümmerkugel ist fertig

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Die begehbare Kugel in Pasewalk des in Kanada lebende Schweizer Künstler Ernest Daetwyler (Archivbild vom 18.11.2009).

(Foto: picture alliance / dpa)

Fast 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist in Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern ein Kunstwerk aus Kriegstrümmern feierlich übergeben worden. Vor rund 150 Gästen aus Polen und Deutschland enthüllte der Schweizer Installationskünstler Ernest Daetwyler den "Pasewalk Police Phönix" - eine begehbare, im Durchmesser 5,50 Meter große und oben offene Kugel. Das Bauwerk hat der in Kanada lebende Künstler in sieben Monaten mit Helfern errichtet. Dabei wurde ein Stahlgerüst mit Scherben, Stein- und Betontrümmern aus den beiden zu Kriegsende stark zerstörten Städten Pasewalk und dem polnischen Police (Pölitz) ummauert, die heute Partnerstädte sind.

Das in der Schweiz und Kanada ausgezeichnete Projekt soll einen Neuanfang symbolisieren. Er habe aus Fragmenten von Krieg und Gewalt eine zeitgenössische Skulptur mit stiller, starker Präsenz schaffen wollen, sagte Daetwyler. Die Kreisform stehe für ein Symbol des Lebens. Der "Phönix" zeige auch, dass man sich den Herausforderungen der kapitalorientierten, globalisierten Welt stelle, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Beim sieben Monate währenden Bau wurde Daetwyler von Studenten der Berliner Universitäten und der Viadrina Frankfurt/Oder sowie Pasewalker Firmen unterstützt.

Quelle: n-tv.de, dpa