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Höhere Aufklärungsquote Kriminalität geht zurück

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(Foto: dpa)

Die Jugendkriminalität nimmt weiter ab, politisch motivierte Gewalt und Betrug im Internet werden dagegen zu immer größeren Problemen. Insgesamt ist die Zahl der in Deutschland registrierten Straftaten im vergangenen Jahr aber um ein Prozent auf 6,05 Millionen gesunken. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorstellte.

"Deutschland ist sicherer geworden. Deutschland gehört zu den sichersten Ländern der Welt", sagte der CDU-Politiker. Die Aufklärungsquote erreichte mit 55,6 Prozent den höchsten Stand seit der Einführung der gesamtdeutschen Statistik 1993.

Die Kinder- und Jugendkriminalität war bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen, in diesem Jahr setzte sich der Trend fort. 39.700 Gewalttaten wurden Tatverdächtigen zwischen 14 und 18 Jahren zugeschrieben und damit rund 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Körperverletzungen betrug der Rückgang 7 Prozent und bei Sachbeschädigungen fast 10 Prozent.

Einen negativen Trend verzeichnete die Polizei bei den politisch motivierten Gewalttaten. "Das ist eine besorgniserregende Entwicklung", sagte de Maizière. Vor allem im linken Spektrum stieg die Gewaltbereitschaft.

Oft Alkohol im Spiel

Insgesamt wurde jede dritte Gewalttat unter Alkoholeinfluss verübt. Bei den schweren und gefährlichen Körperverletzungen war sogar noch etwas häufiger Alkohol im Spiel.

Das "Tatmittel Internet" wird für Betrüger immer attraktiver. Die Zahl der Straftaten im Netz stieg um 23,6 Prozent auf 167.451 Fälle. Diebstahlsdelikte machen mit einem Anteil von fast 39 Prozent allerdings nach wie vor den Großteil der Straftaten aus: Ihre Zahl sank jedoch um 4 Prozent auf rund 2,3 Millionen Fälle.

Allerdings gibt es einen deutlichen Anstieg der Autodiebstähle um fast neun Prozent auf rund 40.400 Fälle. Nach Angaben der Ermittler gelingt es den Tätern mittlerweile, auch die neuen elektronischen Wegfahrsperren zu knacken. Viele gestohlene Autos würden nach Osteuropa verschoben. Insgesamt sei die Zahl der gestohlenen Wagen aber seit 1993 auf ein Fünftel zurückgegangen.

Bei der Rauschgiftkriminalität setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen fünf Jahre fort. Die Zahl der erfassten Delikte ging hier um fast zwei Prozent auf rund 235.900 zurück.

Quelle: n-tv.de, dpa

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