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Papst regelt Aufgaben Kurze Leine für die Caritas

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Papst Benedikt schaut seiner Wohlfahrtsorganisation genau auf die Finger.

(Foto: AP)

Die Caritas ist eine bedeutende Hilfsorganisationen. Bei Katastrophen oder in humanitären Dauerkrisen setzt sich das katholische Werk für Opfer, Kranke und Schwache ein. Doch in wie weit soll das mit missionarischem Eifer verbunden sein? Der Papst sieht die Sache klar.

Das Logo der Caritas.

Das Logo der Caritas.

Nach Streitigkeiten über die Rolle der Religion bei humanitären Hilfseinsätzen übernimmt der Vatikan weitgehend die Kontrolle über den Dachverband der Caritas. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone erließ ein Dekret, das den juristischen Rahmen des Wohltätigkeitsnetzwerks Caritas Internationalis erneuert. Der Dachverband steht demnach nun unter der Kontrolle von Bertone und des päpstlichen Rats Cor Unum, der die Hilfsprojekte der katholischen Kirche koordiniert. Dies solle sicherstellen, dass die Caritas die Botschaft der Kirche deutlicher verbreite, hieß es in dem Dekret.

Den Angaben zufolge sollen ein "kirchlicher Assistent" und eine "Unterstützungskommission" ins Leben gerufen werden, um die "unverwechselbare Identität" der Caritas zu sichern. Zudem werden künftig drei Mitglieder der Geschäftsführung von Caritas Internationalis direkt vom Papst ernannt. Darüber hinaus muss bei einer Neubesetzung des Postens des Finanzdirektors der Vatikan der Personalie zustimmen.

Caritas Internationalis hilft rund 24 Millionen Menschen rund um den Globus. Viele der eine Million Angestellten und Freiwilligen sind Katholiken. Für den Dachverband sind aber auch Anders- oder Nichtgläubige tätig. Innerhalb der Organisation gibt es seit vergangenem Jahr Spannungen. Einige Vertreter fordern, dass die konkrete Hilfe vor Ort Vorrang vor der Verbreitung des katholischen Glaubens haben muss. Die katholische Kirche besteht hingegen darauf, dass die Caritas bei ihrer Arbeit klar Stellung bezieht, unter anderem zu den Themen Abtreibung und Empfängnisverhütung.

Quelle: n-tv.de, AFP

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