Panorama

Blutbad im Regiment Legionär weiter auf der Flucht

Ein französischer Legionär, der am Dienstag in einem Camp der internationalen Friedenstruppen in Abch zwei Kameraden und einen Soldaten aus Togo erschossen hat, ist weiter auf der Flucht. Bislang sei es nicht gelungen, den Mann ausfindig zu machen, sagte der französische Verteidigungsminister Herv Morin dem Radiosender France Info. Für ein viertes Opfer gebe es bislang keine offizielle Bestätigung. Nach Medienberichten soll der Soldat auch einen tschadischen Bauern getötet haben, der ihm nicht sein Pferd überlassen wollte.

Warum der Legionär auf die drei Soldaten schoss, war zunächst völlig unklar. "Er wurde bei seiner Aufnahme psychologisch untersucht. Seine Beurteilungsunterlagen waren gut", sagte Morin. Es gebe derzeit nichts, was die Tat erklären könne. Vermutlich habe der 2007 in die Armee aufgenommenen Soldat in einem Anflug von Wahnsinn gehandelt.

Der Täter und die beiden anderen Legionäre gehörten nach französischen Militärangaben einem Regiment an, das in einem Lager der europäischen EUFOR-Truppen in Abch stationiert war. Der getötete togoische Soldat war Mitglied der UN-Friedensmission MINURCAT. Der Tschad gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. In der Republik im Norden Zentralafrikas sind mehrere tausend ausländische Soldaten stationiert. Sie sollen vor allem für den Schutz der Flüchtlinge im Land sorgen, die zum großen Teil aus dem benachbarten Sudan stammen.

Quelle: ntv.de