Panorama

"Nicht immer geschickt gehandelt" Lehmann versteht Tebartz-van Elst nicht

Karl Kardinal Lehmann spricht über seinen Limburger Kollegen Tebartz-van Elst, der derzeit auf eine Entscheidung des Papstes wartet. "Er ist nett und nicht protzig", sagt der Mainzer Bischof über ihn. So ganz verstehen kann er Tebartz aber nicht.

3fdh0345.jpg8297276130498149039.jpg

(Foto: dpa)

Der Mainzer Bischof Karl Lehmann nimmt seinen umstrittenen Limburger Amtsbruder Franz-Peter Tebartz-van Elst teilweise in Schutz. "Er ist kein verschwenderischer Mensch. Er ist nett und nicht protzig", sagte der Kardinal in Mainz. "Er glaubt nur, er ist dem Amt des Bischofs - nicht nur sich selbst - eine bestimmte Ausstattung schuldig. Ich kann ihn da nicht mehr ganz verstehen."

Tebartz-van Elst hatte mit der luxuriösen Ausstattung seiner neuen Bischofsresidenz Schlagzeilen gemacht. Die Kosten sollen von wenigen Millionen Euro auf mehr als 30 Millionen Euro gestiegen sein. Eine Kommission prüft dies derzeit. Tebartz-van Elst nimmt auf Weisung von Papst Franziskus eine Auszeit in einem bayerischen Kloster.

Lehmann lobte den Pontifex für seine Entscheidung, "statt Bischof Tebartz-van Elst abzusetzen erst einmal abzuwarten, was unabhängige Fachleute zutage fördern". Der Oberhirte habe in Limburg verstreute Gebäude zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen lassen.

Andere Neubauten der deutschen katholischen Kirche der vergangenen Jahre hätten noch mehr gekostet, sagte der Mainzer Bischof. "Aber da ist die Öffentlichkeit vorher darüber ausreichend unterrichtet worden." Tebartz-van Elst habe vielleicht nicht immer geschickt gehandelt.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa

Mehr zum Thema