Panorama

Blauer Mond zur Trauerfeier Letzte Ehre für Neil Armstrong

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Ein Schnappschuss des jungen Neil Armstrong ziert den Tisch während der Gedenkfeier in Ohio.

(Foto: dpa)

Selbst der Mond zollt ihm Tribut: Prominente Weggefährten erweisen dem ersten Menschen auf dem Mond die letzte Ehre. Die Raumfahrtbehörde Nasa preist Neil Armstrong noch einmal dafür, einen Menschheitstraum wahr gemacht zu haben.

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Abschied vom Großvater. Piper Van Wagenen, eines von Armstrongs zehn Enkelkindern, hielt eine Rede.

(Foto: dpa)

Mit einer stillen Trauerfeier haben Familie und Freunde am Freitag (Ortszeit) Abschied von Astronaut Neil Armstrong genommen. Der erste Mensch auf dem Mond starb vor einer Woche im Alter von 82 Jahren. Die Feier in einem Vorort von Cincinnati in Armstrongs Heimatstaat Ohio war nicht öffentlich, zahlreiche prominente Weggefährten waren dabei. Die Nasa erklärte, sie plane in den nächsten zwei Wochen einen Gedenkgottesdient für Armstrong in Washington. Und auch der Mond wartete mit einem seltenen Spektakel auf.

Am Abend der Beisetzung schaffte er es noch rechtzeitig zum "Blauen Mond". Im englischen Sprachgebrauch ist dies die Bezeichnung für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats. "Heute haben wir von einem amerikanischen Pionier Abschied genommen, einem Forscher, Patrioten und einem Menschen, der mit 'einem kleinen Schritt' einen Menschheitstraum wahr gemacht hat", hieß es bei der Nasa. An seine bemerkenswerten Erfolge werde man sich immer erinnern. "Wenn wir die nächsten Schritte der Entdeckungsreisen der Menschheit unternehmen, werden wir auf den Schultern dieses tapferen Mannes stehen."

Alle Flaggen auf halbmast

Mehrere Kampfjets einer Angriffsstaffel bildeten am Himmel eine Formation zu Armstrongs Ehren, die bei Gedenkveranstaltungen normalerweise für gefallene Piloten geflogen wird. Der Platz für ein Flugzeug bleibt dabei üblicherweise leer.

Unter denen, die dem weltbekannten Astronauten die letzte Ehre erwiesen, war auch Armstrongs Kollege John Glenn. Glenn hatte 1962 als erster Amerikaner die Erde im All umrundet. Er ist 91 Jahre alt.

Um Armstrongs Beisetzung hatte es eine Auseinandersetzung gegeben, weil ein Politiker seines Heimatstaates ein Staatsbegräbnis gefordert hatte. Das ist aber eigentlich Präsidenten vorbehalten. US-Präsident Barack Obama hatte stattdessen angeordnet, dass landesweit alle Flaggen auf halbmast wehen sollten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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