Panorama
Montag, 27. April 2009

"Geringere Verblödung": Lob für ostdeutsche Frauen

Für Alice Schwarzer sind Frauen aus der DDR stärker und weniger verblödet als westdeutsche. Denn ostdeutsche Frauen könnten eher dem Jugend- und Schönheitswahn widerstehen, sagte die Herausgeberin und Chefredakteurin der Zeitschrift "Emma" in einem Interview mit der Zeitschrift "Super Illu".

Den Frauen im Westen hätte man "40 Jahre lang erzählt, dass sie nur die Happy-Pille schlucken müssen und dann geht's ihnen gut. Oder dass sie nur den Fummel kaufen müssen und alle Männer rennen sabbernd hinterher." Im Osten seien Frauen einer "relativ geringeren Verblödung" ausgesetzt gewesen. Dort sei diese "Kaufe und du bist glücklich-Ideologie" ja erst vor 20 Jahren angekommen.

Schwarzer spüre noch immer den Widerstand ostdeutscher Frauen gegenüber dem Schönheits- und Jugendwahn. Die Diskussionen mit Frauen in Erfurt oder Leipzig seien ernsthafter und genauer als im Westen, sagte die Feministin. Die Frauenbewegung im Osten habe daher "zur Verbesserung der Lage der Frauen in Gesamtdeutschland beigetragen".

Quelle: n-tv.de

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